Deutschlandkarte: Pferderennbahnen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 16/2016

Was der Nürburgring im Motorsport, ist die Rennbahn Baden-Baden im Pferdesport. Die Rennstrecke in Iffezheim nahe der Stadt ist die international bekannteste deutsche Pferderennbahn. Aber auch in Düsseldorf, Berlin oder München werden große und hoch dotierte Rennen ausgetragen. Das ganze Land ist von den rund 1.000 Meter langen Trab- und den bis zu dreimal so langen Galopprennbahnen übersät: Abgesehen von Schleswig-Holstein beheimatet jedes Bundesland mindestens eine Rennbahn – 41 sind es insgesamt. Die meisten Bahnen gibt es in Nordrhein-Westfalen, wo der Rennsport eine lange Tradition hat. NRW gilt ohnehin als Pferdeland: Die Deutsche Reiterliche Vereinigung sitzt hier und hat in der Region mehr Mitglieder als anderswo. Wer ein Rennen besuchen möchte, muss sich aber keineswegs mit Pferden auskennen. Die Veranstalter geben sich Mühe, attraktiv für jedermann zu sein. Huttragen ist keine Pflicht. Und selbst die Wetten sind relativ einfach zu verstehen – wenn auch umso schwerer zu gewinnen.

Recherche: Anton Dorow

Quelle: Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, Frankfurt am Main

Kommentare

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#2  —  27. April 2016, 19:37 Uhr
Redaktionsempfehlung Redaktionsempfehlung

Soso, "..die Veranstalter geben sich Mühe, attraktiv für jedermann zu sein".
Es wäre schön, wenn die Zeit Online Redaktion einen Hintergrundbericht über den Zustand der Pferde bringen könnte. Denn attraktiv ist so eine Karriere als Rennpferd eben nicht: Vor lauter Stress haben die Tiere Magengeschwüre, erhalten viel Schläge, um überhaupt in die Startboxen bugsiert zu werden, während dem Sprint hagelt es weitere Schläge, dann platzen vor lauter Anstrengung Gewebe in der Lunge, erkennbar am blutigem Schaum und wenn's dumm läuft und Ross und Reiter stürzen, dann brechen sich die armen Tiere die Beine und werden erschossen.
Ein Rennpferd ist oftmals bereits mit 7 Jahre ein Krüppel, weil keiner mehr warten kann, bis die Tiere ausgewachsen sind und viel zu früh eingesetzt werden.
Dann kommen noch die unerträglichen Haltungsbedingungen hinzu, oft Einzelbox und kein Weide/Koppelgang weil sich das teure Pferd ja in der "Natur" verletzen könnte.
Zu guter Letzt: Teure Zuchtfohlen werden nicht von ihren teuren Pferdemüttern gesäugt, diese werden nämlich so schnell wie möglich wieder zur Zucht eingesetzt, sondern man nimmt einer anderen Stute ihr Fohlen weg, lässt dieses dann oft wie Dreck verhungern, und dieses Stute betreut dann als Pferdeamme das "wertvolle" Zuchtfohlen.
Pferderennbahnen sind für die Pferde die Hölle!