Deutschlandkarte Doppelgänger von Großstädten

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 22/2016

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Ah ja: In welches Berlin denn? Die Hauptstadt hat nämlich zwei Namenszwillinge, beide in Schleswig-Holstein: den Ortsteil Berlin in Klein Bennebek bei Schleswig und den Ortsteil Berlin in Seedorf bei Bad Segeberg. Der ist sogar 22 Jahre älter als das Berlin an der Spree. 32 von 77 deutschen Großstädte haben einen oder mehrere solcher Doppelgänger. Frankfurt am Main und Frankfurt an der Oder sind wohl das bekannteste Paar. Doch die Stadt, bei der die akuteste Verwechslungsgefahr besteht, ist Hagen: Der Ortsname existiert 29-mal und wurde einst so gebräuchlich, weil das Wort Hagen eine eingehegte, also begrenzte Siedlung bezeichnet. Fast genauso häufig existiert Oberhausen (25-mal). Wenn auch nicht alle Orte zu ihrem großen Zwillingsbruder aufschauen, so gilt das zumindest für das kleine Berlin in Seedorf. Es hat sogar einige seiner Straßen nach denen der Hauptstadt benannt – einen Kurfürstendamm und einen Potsdamer Platz gibt es auch dort.

Recherche: Anton Dorow

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