Unter Strom Der Sieg der Faulheit

© Krups
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 25/2016

Ich bin ein bisschen stolz, sagen zu können, dass ich nie Latte macchiato getrunken habe. Höchstens als Kind: Da hat mein Vater mir oft einen "Papikaffee" gemacht, das war ganz viel Milch mit einem kleinen Schuss Kaffee und viel Zucker. Aber danach habe ich bei dem ganzen Latte-Wahnsinn nicht mitgemacht. Ich mag meinen Kaffee schwarz und ohne Zucker, am liebsten aus einem klassischen Espressokocher, vier bis fünf Tassen pro Tag müssen es schon sein.

Auch im Büro machen wir immer Espresso. Der Nachteil: Man hat nur wenig Kaffee, und er wird schnell kalt. Für uns ist das in Ordnung, aber wenn Kunden zu Besuch kommen, ist das sehr unpraktisch. Deshalb habe ich schon immer nach einer Kaffeemaschine gesucht. Und zwar nicht etwa nach einem sündhaft teuren Espressoautomaten, sondern nach einer normalen Filter-Kaffeemaschine, damit man den Kaffee auch warm halten kann.

Dabei bin ich dann auf einen Klassiker gestoßen: den Druckbrühautomaten T8 von Krups. Der erhitzt das Wasser, es steigt als Dampf nach oben und wird durch das Pulver gedrückt, so bekommt der Kaffee einen mokkaähnlichen Geschmack. In Gebieten mit kalkhaltigem Wasser würde ich auf jeden Fall dazu raten, das Wasser vorher zu entkalken, sonst verkalkt die Maschine schnell. Schön sah sie schon mal aus, als sie dann im Büro stand – das finde ich wichtig. Anfangs war ich noch nicht so begeistert vom Geschmack, was aber an unserem Kaffeepulver lag. Seitdem wir in besseren Kaffee investieren, finde ich ihn wirklich lecker. Ich würde zwar immer einen Espresso dem Filterkaffee vorziehen – aber manchmal siegt eben die Faulheit.

Technische Daten

Material Gehäuse: Edelstahl; 850 Watt; Kapazität: 8 Tassen; Gewicht: 2,15 kg; ca. 175 Euro

Mirko Borsche, Creative Director des ZEITmagazins, schreibt jede Woche die Kolumne "Unter Strom"

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