Deutschlandkarte: Teilzeitarbeit

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 28/2016

Eigentlich ist Teilzeit eine tolle Idee. Arbeiten Frau und Mann in einer Beziehung je nur zur Hälfte, können sie sich Haushalt und Kinderbetreuung ganz gerecht teilen und haben trotzdem noch ein volles Einkommen. Die Sache ist nur: Es sind meist nur die Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Aber nicht nur zwischen den Geschlechtern ist die Teilzeit ungleich verteilt, sondern auch zwischen den Regionen. Am kleinsten sind die Quoten in Wolfsburg, Emden und Ingolstadt. Diese Städte haben gemein, dass dort Werke von großen Automobilherstellern beheimatet sind: In Wolfsburg und Emden sitzt VW, in Ingolstadt Audi. Dort ist man oft im Schichtbetrieb tätig – und das in Vollzeit. Und in den Metropolen? Im armen Berlin arbeitet man eher in Teilzeit (31,6 Prozent) als im reichen München (23,9 Prozent) oder in Hamburg (26,3 Prozent). Deutscher Meister im Teilzeitarbeiten ist allerdings Delmenhorst. Das liegt an den zahlreichen Dienstleistungsfirmen in der Stadt. Besonders viele Teilzeitstellen gibt es hier im Einzelhandel – einer "Frauenbranche".

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Kommentare

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hä? fehlt mir eine Hälfte des Artikels? Was will mir diese zwei Absätze lange Beschreibung der Inhalte der Grafik mitteilen? Mit Frau/Mann hat die doch gar nichts zu tun, sondern nur mit der Verteilung der Teilzeit in Dtl.? Ableiten ließe sich hier viel - Männer und Frauen in Wolfsburg arbeiten Vollzeit ODER ein Teil der Familie muss nicht arbeiten, weil ein Gehalt ausreicht. wenn ich mich richtig an die Einkommensverteilung in Dtl. erinnere, ist das im Vgl. zur Situation in Delmenhorst sogar wahrscheinlich. Leider klatscht der Artikel uns nur eine Grafik hin. :/

Die Arbeit und damit das Einkommen 50:50 zu teilen ist ein recht großes Risiko wenn man mehr als 1 Kind haben möchte. Nicht jede Schwangerschaft ist ein Spaziergang und was ist wenn die Mutter monatelang ausfällt und nur Krankengeld bezieht? Da ein Lohn in der Regel schon gar nicht mehr zum leben reicht, dürfte es dann richtig knapp werden. Arbeit, Haushalt und Kind(er) 50:50 teilen mag bei einem höchstens zwei Kindern funktionieren, aber spätestens ab dem dritten Kind seh ich das sehr skeptisch. Schon alleine aus dem Grund das Mann und Frau sich bei den Schwangerschaften eben nicht abwechseln können und damit immer die Mütter vor und nach der Geburt beruflich ausfallen.

Franzl321
#4.3  —  19. Juli 2016, 8:20 Uhr

Sehe ich auch so. Das ganze Fair-Teilen-Thema unterschlägt völlig, dass Frauen beim Kinderkriegen eben naturbedingt "benachteiligt" sind. Im achten Monat arbeitet es sich nicht so gut, genauso wie vermutlich direkt nach der Geburt.

Eine faire Verteilung ist schön und gut, aber spätestens wenn das Geld knapp wird überlegt sich das jedes Paar zweimal. Da arbeitet dann meist der Mann Vollzeit, weil Männer häufig mehr verdienen und der Mann auch im neunten Monat noch fit ist. Hausarbeit kann man mal aufschieben und ist bei einem zwei oder drei Personen Haushalt sowieso kein Fulltime Job. Beruflich sieht das ganze ein bisschen anders aus.