Eisdielen: Hier gibt es das beste Eis!

Eis ist nicht gleich Eis. Das weiß jeder, der schon einmal nach 20 Minuten Wartezeit in der prallen Sonne eine schlaffe Waffel mit geschmacklosem Eis in die Hand gedrückt bekommen hat. Diese deprimierende Erfahrung wollen wir niemandem mehr zumuten. Deshalb haben wir Sie vor einiger Zeit an dieser Stelle und im gedruckten ZEITmagazin gefragt: Wo essen Sie Ihr Eis am liebsten? Der Rücklauf war gewaltig: 33.378 Einsendungen unserer Leserinnen und Leser haben uns erreicht, in denen sie ihre Lieblingseisdielen verraten. 

Mit großem Appetit haben wir uns daran gemacht, Ihre Einsendungen auszuwerten. Einige davon enthielten auch konkrete Tipps zur besten Eissorte. Nun ist klar: Schokolade ist mit 3.852 Nennungen die Top-Sorte des Landes. Auf Platz 2 kommt Vanille mit 1.619 Einsendungen, dicht gefolgt von Erdbeer mit 1.345. Klassisch währt also am längsten. Neben dem Appetit wurde auch das Fernweh angeregt: Die am weitesten entfernte, von Ihnen empfohlene Eisdiele ist das Gigibontà in Lusaka, Sambia.  

Wo genau Sie diese Sorten testen und sich im hoffentlich noch warmen Sommer abkühlen können, sehen Sie in unserer Deutschlandkarte.


Berücksichtigt wurden Eisdielen mit mindestens drei Empfehlungen – 1.222 insgesamt. Darunter sind Eisdielen, die "einfach nur ehrliches, leckeres Eis" anbieten oder "Eis mit viel Herz und einer ordentlichen Portion Kreativität", so die Begründungen. Pro Eisdiele haben wir maximal zwei Begründungen ausgewählt. Künftig kann Ihnen unser Eisdielen-Verzeichnis also bei der Suche nach einer guten Eisdiele helfen – wann immer Sie unterwegs sind im Land, im Urlaub, auf Besuchen oder beim Ausflug am Wochenende.

Dank der vielen freiwilligen Eisdielentester sind die Chancen groß, dass der restliche Sommer nach leckerem Pistazien- und Joghurteis (Platz 4 und 5 der am häufigsten empfohlenen Sorten) schmecken wird. Vielen Dank fürs Mitmachen!


Für die Vollständigkeit oder Qualität der Informationen übernehmen wir keine Gewähr.

Kommentare

31 Kommentare Seite 4 von 7 Kommentieren

Tolle Karte und mein all Time Favorit in Worms ist auch darunter. Mit über 300 Erwähnungen ist das Vaninni wohl auch in Deutschland mit an der Spitze.

Wie auch immer, wer gerne gutes Eis isst und jetzt nicht so weit weg wohnt (oder einfach mal vorbei kommt, für den sollte der Besuch ein muss sein.

Das einzige Manko, man muss des öfteren etwas länger warten, weil einfach der Andrang so groß ist. Aber Freunde des Eises, die Wartei lohnt sich!

Crash-Kurs: Eis, das vom Becher tropft, bevor es bezahlt ist, ist wässrig und billiger als Sahne-Eis, tut weh im Mund, wird schneller gegessen, oft teurer verkauft und dzt. gerne als "mit natürlichen Zutaten" beworben, aber die Bindemittel Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl u.a. werden zumindest bis auf Anfrage verschwiegen. Das Ergebnis ist dieser leicht staubige Nachgeschmack, etwa 1-2 Minuten nach dem Verkosten, widerlich, inkl. Allergiepotential, ist auch in jedem Industrieeis immer vorhanden, gelegentlich Xanthan. Wofür also in die Eisdiele? Eis ohne Farbe, Konservierung und Geschmacksverstärker zu bewerben ist albern, gesetzlich zT vorgeschrieben oder nicht nötig wird aber zur Verarschung immer noch gemacht - wie in der Industrie auch. Gutes Eis hat einen hohen Sahneanteil (siehe auch Gaston Lenotre, Patissier). Sahne ist leider teuer hat aber den Vorteil, dass das Eis lange festbleibt und ist - siehe da - ein hervorragender Geschmacksverstärker, wg. Fettgehalt. Nachteilig ist die schwere Portionierbarkeit. Das Personal reißt sich den Arm aus in den Bain-Maries. Aber dafür gibt es ja saftige Preise und die überaus beliebten Trinkgeldbehälter ("mein Chef ist ein Arschloch"). Total lächerlich ist dann gelegentlich der Extrapreis für besondere Sperenzchen wie Pistazie. Pistazienöl ist teuer, und der Kunde will nun auch noch gutes Eis zum selben Preis haben, wie unverschämt. Einfach mal den Test machen und nicht bloß Marketingreflexe üben! Gibt es noch Geschmacksnerven?

Und jetzt noch der Hinweis auf ein Eis, das wirklich auch im Sommer im Rucksack, im Pullover eingewickelt eine Stunde festbleibt: aus Hagen, sozusagen, oder Dänisch? Zutaten lesen und mit der Konkurrenz vergleichen und dasselbe mal als hysterischer Verbraucher in der Eisdiele probieren. Die, die hinter Ihnen warten, werden sich freuen... Achso, Hygiene: billiges Milcheis oder auch schon mal Sorbets sind sensibel, wenn es warm wird. An den Rändern der Bain-Maries bilden sich Seen, zum Feierabend wird das vielleicht wieder eingefroren und am nächsten Tag als krachendes Kristalleis weiterverkauft, Keime inklusive. Bei vielen Eisdielen, und ich meine auch so manche Bioeisdiele, die auch selten Sahneeis macht, sind Aussentemperaturen von mehr als 30 Grad kritisch. Das nette Personal zuckt üblicherweise mit den Schultern. Die besten Eisdielen scheinen mir immer noch italienisch zu sein, der Umgang mit den Rohstoffen ist hier meistens tatsächlich traditionell. Teures Joghurteis mit allen denkbaren Zusatzstoffen finde ich ziemlich langweilig. Es schafft aber vermutlich mehr Arbeitsplätze. Guten Appetit!