Hamburg Ausgefallene Straßennamen

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ZEITmagazin Nr. 40/2016

Ohne es statistisch beweisen zu können: Hamburg ist die Stadt mit den meisten skurrilen Straßennamen. Hühnerposten, Lampenland, Ellenbogen und Irrweg, so heißen hier Straßen. Für diese Karte haben wir uns den Spaß gemacht, aus allen fast 9.000 Straßen, Plätzen und Brücken Hamburgs die 50 mit den ausgefallensten Namen herauszusuchen. Was natürlich immer eine subjektive Auswahl ist. Unbestreitbar hingegen ist: Abgeleitet sind die Namen meist von lokalen Gegebenheiten. Die Straße Schulterblatt zum Beispiel verdankt ihren Namen einer Kneipe. Dort, wo heute die Rote Flora ist, stand vor rund 300 Jahren eine Gaststätte, die als Aushängeschild das Schulterblatt eines Wals benutzte und folgerichtig "Bey dem Schulterblatt" genannt wurde. Und die Straße Beim Kugelwechsel erinnert an ein im Jahr 1698 stattgefundenes Pistolenduell. Die meisten Straßen mit skurrilen Namen liegen in der Mitte Hamburgs, da, wo die Stadt am ältesten ist. Offenbar hatten die Hamburger früher schon Humor.

Eigene Recherche

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Na ja, Superlative sollte man meiden. Jedenfalls hat Braunschweig als seinerzeit zweitgrößte Stadt nach Köln auch einige seltsame Namen zu bieten:
Abelnkarre
Bartholomäus-Twete
Bäckerklint
Bockstwete
Eulenspiegeltwete
Garküche
Gieseler
Geiershagen
Hagenscharrn
weitere Tweten
Hinter Ägidien (der Magniskirche, Liebfrauen)
Hintern Brüdern
Kattreppeln
Klint
Neue Güldenklinke
Nickelnkulk
Ölschlägern
Rehnstoben
Sack
Schild
Südklint
Werder
Lit.: Braunschweigs Straßen - ihre Namen und ihre Geschichte, Band 1: Innenstadt von Jürgen Hodemacher, Elm-Verlag ISBN: 3-927060-11-9 (insgesamt drei Bände)
28. Januar 2018