Deutschlandkarte: Bürgerstiftungen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 41/2016
© Laura Edelbacher

Karte: Orte mit Stiftungen, die das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen tragen und mindestens 150 Stifter haben. In Klammern: Die Zahl der Bürgerstifter im Ort

Wenn es um Stifter geht, ist meist von den ganz großen Geldgebern die Rede – von Mark Zuckerberg zum Beispiel, der ankündigte, 99 Prozent seines Facebook-Aktienvermögens in eine Stiftung einzubringen. Doch stiften kann man auch im Kleinen. Jeder, der einer Bürgerstiftung (also einer gemeinnützigen Organisation von Bürgern) etwas spendet, darf sich Stifter nennen. Manche Stiftungen verlangen eine Mindestsumme, die Bürgerstiftung Hamburg etwa 500 Euro; bei anderen genügt es, mit Arbeitskraft und Ideen zu helfen. Seit genau 20 Jahren gibt es Bürgerstiftungen in Deutschland. Sie kümmern sich da, wo die Kommunen oft schwächeln, um Bildung und Erziehung beispielsweise. Die größte deutsche Bürgerstiftung in Bruchsal unterstützt unter anderem Sprachförderung im Kindergarten. Über die meisten Stiftungen verfügt Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Niedersachsen. Im Osten ist die Zahl der Bürgerstifter noch klein, in den westlichen Bundesländern leben einfach mehr Leute mit Geld.

Quelle: Bürgerstiftungsumfrage der Initiative Bürgerstiftungen 2016

Kommentare

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Zitat: " Im Osten ist die Zahl der Bürgerstifter noch klein, in den westlichen Bundesländern leben einfach mehr Leute mit Geld. " Das haette ich auch erwartet, aber irgendwie sehen die Zahlen fuer mich nicht so aus. Muenchen hat die 150 anscheinend nicht ueberschritten, obwohl es dort wirklich viele reiche Menschen gibt, Stuttgart auch nicht. Die beiden Staedte mit den hoechsten Werten sind Halle und Wismar, beide in der ehemaligen DDR. Ausserdem sind die Zahlen absolut und nicht auf die Bevoelkerung heruntergerechnet. Das macht es um so ueberraschender, das einige grosse Staedte wie Muenchen (ca 1 Million Einwohner) fehlen, waehrend Wismar (42.000) Einwohner auf fast 700 Stiftungen kommt.

Firestarter6
#4  —  22. Oktober 2016, 18:24 Uhr

Durch gezielt fehlinformierende Beiträge wie diesen hält sich der Mythos der Gemeinnützigkeit von Stiftungen.

Besonders ausgeprägt ist der Missbrauch der Stiftung als Deckmantel - natürlich - in den USA. Mit nichten hat Zuckerberg (oder Gates und so weiter) sein Vermögen der Wohltätigkeit zur Verfügung gestellt. Er hat lediglich sein Geld in einer Stiftung geparkt, um Steuern zu sparen. Wer es für Wohltätig hält, wenn dann ein Teil der gesparten Steuern tatsächlich in die Wohltätigkeit investiert wird, den halte ich für nicht besonders schlau.

Wer es im Übrigen für normal hält, dass es derart absurd reiche Menschen gibt, der hat unser Geldsystem nicht verstanden. Da Geld eine endliche Ressource ist bedeutet eine derartige Ansammlung von Geld, dass irgend wo auf der Welt ein paar hunderttausend oder Millionen Menschen hungern müssen.

Wann hört nur endlich dieser mathematisch belegbar schwachsinnige Glauben an den Kapitalismus mit einer unendlich wachsenden Wirtschaft auf?

Schaffen wir das, bevor die Welt zerstört ist?

Es sieht nicht danach aus. Zitat von Warren Buffet: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen"

Selbst nach offener Kampfansage fällt der Groschen bei der Masse noch nicht und die Schreiberlinge landauf, landab, handeln weiter im Sinne ihrer Feinde.

Seit wann ist Geld eine endliche Ressource?
Koennte wir stattdessen mehr Wuerste essen, wenn es Facebook nicht gaebe?
... Ich will damit nicht sagen, dass man nicht auch gewisye Spielregeln des Wirtschaftslebens aendern sollte, so dass bestimmte Reichtuemer nicht so entstehen- beispielsweise die Kombination aus Werbung und Urheberrechten, die die immensen Umsaetze im Fussballgeschaeft ermoeglicht.