Deutschlandkarte: Trampolinhallen

Lange wohnten Trampoline in den Vorgärten der Nation. Um nicht zu vereinsamen, sind sie in große Hallen umgezogen. Unsere Deutschlandkarte zeigt, wo man noch hüpfen darf.
Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 7/2017
© Laura Edelbacher

Karte: Standorte und Namen von bereits eröffneten (weiß) und geplanten (grau) großen Trampolinhallen

Werden die Trampoline, die seit Jahren unsere Vorgärten belagern, demnächst abgebaut und verschwinden in den Kellern? Nicht dass Trampolinhüpfen plötzlich out wäre, im Gegenteil, bloß: Die Ansprüche an die Größe der Sprunggeräte ändern sich momentan gewaltig. Immer mehr Trampolinbegeisterte, Kinder wie Erwachsene, üben neuerdings Vorwärts- und Rückwärts-Salti in Trampolinhallen. In diesen Hallen stehen Trampoline nicht einzeln herum, sondern sind als große Fläche miteinander verbunden. Dutzende Meter kann man da wie ein Flummi in alle Richtungen hüpfen. 2014 kam der Freizeittrend aus den USA nach Deutschland, die erste Trampolinhalle machte in Dortmund auf. Mittlerweile haben 22 eröffnet, 18 weitere sind in Planung. Das Trampolin-Mekka ist Berlin mit bald sechs Hallen sowie der größten deutschen Trampolinhalle, dem 4.000 Quadratmeter umfassenden Jump House. In der Hauptstadt gibt es eben die meisten potenziellen Hüpfer – und noch verfügbare Immobilien, die Platz für riesige Trampolinlandschaften bieten.

Quelle: trampolinhallen.de

Kommentare

8 Kommentare Kommentieren

Mein erster Gedanke war auch:" Bis einer weint!"
Aber ist das nicht mit allen Trends? Sobald ein Geschäft gewittert wird, wird ein entsprechender Bedarf geweckt. Es strömen ungeübte, übermotivierte und sehr oft untrainierte Spaßgesellen in die Tempel des Vergnügens, und ein Vergnügen ist es alleweil, mit den von Ihnen beschriebenen Ergebnissen.
Geschultes, verantwortungsvolles Personal im ausreichenden Umfang vorzuhalten treibt die Kosten, und wird, sollte es anwesend sein, viel zu oft als mindestens lästig oder als Spaßbremse empfunden.
Schade, dass sich an den Unfallkosten die allgemeinen Versicherungen beteiligen, und nicht die Betreiber, denn einschlägige AGB, veröffentlicht in einem quadratmetergroßem Rahmen, in Schriftgröße 9pts im Eingangsbereich entbindet sicher den Veranstalter und wirtschaftlichen Nutznießer. Den Umgang mit den AGB durch den nach Fun lechtzenden Besucher kann man sich sehr leicht ausmalen. Möglicherweise würde die Beteiligung der Veranstalteran den Unfallkosten den zu erhoffenden Gewinn mindern und die Sache wirtschaftlich unattraktiver erscheinen lassen.
Lösung: Nicht jeder darf alle Trampoline nutzen, man muss sich das Terrain erarbeiten, sprich sich die höheren Weihen höherer Sprünge erarbeiten... Das macht die großen Trampoline zwar attraktiver, widerspricht aber ebenfalls der Gewinnmaximierung, denn die wenigsten Besucher sind dazu bereit, wenn man in der Nachbarhalle ohne alle Anstrengung gleich überall drauf darf.