Unter Strom Mirko Borsche macht mit einem Intervall-Timer Fitnesstraining unter freiem Himmel

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ZEITmagazin Nr. 12/2017

Mir macht Sport am meisten Spaß, wenn ich ihn zusammen mit anderen mache. Wenn man weiß, die anderen kommen auch zum Training, überwindet man sich leichter, außerdem ist das Training weniger monoton. Ich treffe mich zweimal die Woche mit zwei Freunden an einem Open-Air-Trainingsgelände in den Isarauen in München. Ich mag diesen Fitnesspark sehr, weil dort wirklich die unterschiedlichsten Menschen trainieren: Typen mit ihrem eigenen Personal Trainer genauso wie Jungs aus dem nahe gelegenen Asylbewerberheim, die sich keine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio leisten können.

Für mein Training dort habe ich mir einen Intervall-Timer zugelegt, den ich mir an den Hosenbund klemme. Richtige Fitness-Uhren mag ich nicht so gern. Ich fühle mich von ihnen bevormundet. Es nervt mich, wenn ein Gerät mich dauernd anpiepst, um mich zu ermahnen, weil ich heute zu wenige Schritte gemacht habe. Also habe ich mir ein Gerät besorgt, das nicht viele Funktionen hat: den Gymboss minimax. Wenn ich zum Beispiel beim Training fünfmal drei Minuten Seil springe und dazwischen jeweils in einer Minute 30 Liegestütze mache, kann ich dieses Intervall einstellen, und ein Ton signalisiert mir, wann ich jeweils die Übung wechseln muss. Bis zu 25 unterschiedliche Intervalle kann man einstellen und speichern. Ansonsten funktioniert der Timer noch als Stoppuhr. Mehr nicht. Mir reicht das vollkommen.

Meine Trainingsfreunde sind übrigens ein Mann und eine Frau. Und es ist immer lustig zu beobachten, wie viele Männer sich tatsächlich beim Training das T-Shirt ausziehen, sobald eine Frau mittrainiert. Wir wissen nicht, wie dieser Fitnesspark offiziell heißt. Wir nennen ihn einfach liebevoll "Muscle-Beach".

Technische Daten

Größe: 55 x 44 x 14 mm; Verarbeitung: wasserabweisend, nicht wasserdicht; Batterie: AAA (nicht inkl.); Preis: ca. 30 Euro

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