Ich habe große Höhenangst und träume seit Jahren immer wieder, dass ich weit oben auf einem Telegrafenmast sitze. Mein einziger Gedanke ist: Himmel, das hier ist kein Traum, sondern die brutale Realität – und das wird ein harter Absturz. Dann falle ich und wache beim Aufprall auf.

Meine Träume sind überwiegend sehr turbulent, was mir durchaus gefällt. Neulich träumte ich, dass ich aufwache, aufstehe und im Wohnzimmer meinen leblosen Körper auf dem Boden vorfinde. Natürlich bekomme ich einen Schreck. Ich nähere mich also vorsichtig meinem Körper, der seltsam verdreht auf dem Rücken liegt, und sehe, dass mein Gesicht ganz weiß geworden ist. Wie bei einer Leiche eben. Entsetzt renne ich erst mal aus dem Zimmer, aber dann schleiche ich doch zurück, weil ich mir sage, dass das überhaupt nicht wahr sein kann. Ich nähere mich also erneut meinem Körper und versetze ihm ein paar dezente Fußtritte, um sicherzugehen, dass er sich nicht mehr bewegt. Als ich mich davon überzeugt habe, dass mein Körper völlig leblos ist, schnappe ich mir einen Block und Stifte, um meine Leiche zu zeichnen. Während ich diese Zeichnung mache, sagt mir eine innere Stimme, dass es völlig bizarr ist, seine eigene Leiche zu zeichnen. Es meldet sich aber auch eine andere Stimme, die meint, dass ich gerade das Geheimnis der Unsterblichkeit gelüftet habe. Da klopft es an der Haustür, ich öffne, und herein kommt ein alter Freund, dem ich das Problem mit meinem toten Körper schildere. Er schlägt vor, dass wir meine Leiche schnell entsorgen, damit ich wieder meine Ruhe habe. Also tragen wir meinen Körper aus dem Haus zu seinem Auto, verstauen mich im Kofferraum und fahren nach Canvey Island, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Dort gehen wir auf eine Brücke und versenken meinen Körper in einem Fluss. Ich bin heilfroh, als ich mich langsam im Wasser verschwinden sehe, und eine große Ruhe überkommt mich. Und dann bin ich aufgewacht.