Deutschlandkarte: Kennedy-Orte

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 22/2017

Karte: Wo Straßen und Plätze liegen, die nach John F. Kennedy benannt sind

Wäre John F. Kennedy ein sehr langes Leben vergönnt gewesen, würde er Ende dieses Monats seinen 100. Geburtstag feiern. Stattdessen machte ihn seine Ermordung im Herbst 1963 zum Mythos. Öfter als andere US-Präsidenten ist er bis heute im Kino zu sehen, er ist Thema von Büchern, und auch deutsche Städte erinnern gern an ihn: 72 Straßen und Plätze Westdeutschlands wurden nach dem Attentat nach ihm benannt. Zum Teil geschah das verblüffend schnell. Drei Tage nach Kennedys Tod wurde etwa der Rudolph-Wilde-Platz vor dem Rathaus in Berlin-Schöneberg in John-F.-Kennedy-Platz umgetauft. Dort hatte er ein paar Monate zuvor seine berühmte Rede mit dem historischen Ausspruch "Ich bin ein Berliner" gehalten. Ansonsten würdigte man ihn besonders in Orten, wo US-Militär stationiert war, vor allem in Hessen und Bayern. Dass Donald Trump genug Stoff für Film und Literatur liefern wird, ist absehbar – aber eine Donald-Trump-Allee? Weil ein Straßenschild dokumentiert, wem der Staat seine Ehrerbietung erweist, ist dies (zumindest momentan) schwer vorstellbar.

Recherche Anton Dorow

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