Deutschlandkarte Leserbriefe

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 43/2017

Die 209 Orte, von denen aus Leser 2017 Briefe an das ZEITmagazin schickten (bis 25. September)

Mehr als 900 Leserbriefe bekam die Redaktion des ZEITmagazins in diesem Jahr bereits. Leserbriefe – ein etwas altmodisch klingendes Wort: Die meisten Zuschriften erreichten uns als Mails, nur 70 per Post. Die Karte zeigt, aus welchen Orten sie stammen. Wo unser Magazin also wohl besonders gern – und auch kritisch – gelesen wird: mehr im Westen als im Osten, mehr in den Städten als in kleinen Orten. Kein anderes Bundesland ist auf der Karte so vertreten wie Baden-Württemberg, wo besonders viele Leser und Leserinnen leben. Gewöhnlich erwartet uns in den Zuschriften mehr Kritik als Lob, schließlich macht man sich eher die Mühe zu schreiben, wenn man mit etwas nicht einverstanden ist. Der Artikel, der die meisten Leserbriefe nach sich zog, war unsere Titelgeschichte vom 27. Juli, in der Dirk Gieselmann vom Leiden an seiner Schüchternheit berichtete. 31 Leser schrieben uns dazu – nicht etwa, um etwas zu beanstanden: Die meisten ließen Gieselmann Ratschläge übermitteln, wie er seine Schüchternheit überwinden könnte.

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Leserbrief zu Zeit 30. November 2017 Nummer 49 Wirtschaft Seite 29
"her mit der Bürgerversicherung?"
Pro und contra
2 Klassen Medizin: Fakt oder Fake?
Als Arzt habe ich mit dem deutschen Gesundheitssystem und seinen ständigen Wandlungen ganz gut zu leben gelernt. Nun bin ich im Ruhestand und vom Nettonutzer der PKV zum Nettozahler geworden.
Und mit dem Perspektivwechsel war es auf einmal nicht mehr so schwer, mit nur 2 Durchschnitts-Zahlen zu einer einfachen Lösung des gesundheitspolitischen Uraltproblems zu kommen, die alle Teilnehmer am System von Sozialneid und Klassendenken befreien und glücklich machen würde:
Wenn 26,3 % des Ärzteumsatzes von 10 Prozent der Patienten aufgebracht werden, fallen 2,63 Prozent des Ärzteumsatzes auf einen Prozent Punkt der Privat-Patienten.
Nimmt man von diesen 26, 3 % realistische 20 % für die nicht medizinischen Sonderleistungen wie Arztwahl im KH, Terminbevorzugung und nicht evidenzbasierte Leistungen etc.,
dann verbleiben für die medizinische Kernleistungen nach dem Stand der Wissenschaft 21,04 % am Ärzteumsatz.
Daraus ergibt sich, dass die 90 % GKV Patienten nur 78,96 % des Ärzteumsatzes für medizinische Kernleistungen aufbringen. Das sind dann 0,88 Euro pro Prozent Punkt am Ärzteumsatz.
Daraus ergibt sich der erstaunliche Faktor von 2,4 fach für die Quersubventionierung der GKV Patienten durch die PKV.
Dann kann man auch gleich die bisherige medizinische Quersubventionierung ersetzen durch Einzahlung der PKV Versicherten in Hö

S. 2: Dann kann man auch gleich die bisherige medizinische Quersubventionierung ersetzen durch Einzahlung der PKV Versicherten in Höhe des 2,4 Fachen der durchschnittlichen GKV Prämie in einen Bürgerversicherungs Fond.
Aus meiner eigenen über 40 jährigen ärztlichen Erfahrung kann ich sagen, dass die medizinischen Kernleistungen für Privatpatienten sich nicht wesentlich von denen für GKV Patienten unterscheiden. Der Selbstzahlerstatus kann sich auch ungünstig auswirken, nicht nur auf die Rechnungshöhe sondern auch auf das Therapieergebnis.
Wenn die Einsparungen durch Wettbewerb durch den medizinischen Fortschritt kompensiert werden, bleibt auch der Ärzte Umsatz gleich.

So dass - bei gleicher Gebührenordnung für P- & G-KV - sowohl Ärzte Umsatz als auch die medizinischen Leistungen für alle Patienten gleich bleiben oder sogar besser werden.
So verliert niemand etwas außer vielleicht Klassendenken und Sozialneid.
Vielleicht kommen mit diesem Perspektivwechsel auch Schwarz und Rot zusammen, rechnen aus allen verfügbaren Daten die Details aus und werden dann von Gelb und Grün toleriert??

Dr. med. Bernhard Benz