Unter Strom Mirko Borsche über die Schreibtischlampen in der ZEITmagazin-Redaktion

© Artemide
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 43/2017

Ich möchte ausnahmsweise mal nicht von einem Produkttest erzählen, sondern von einem steten Begleiter unserer Arbeit: der Schreibtischlampe Tolomeo von Artemide. Sie steht, seit es das ZEITmagazin gibt, in jedem Büro der Redaktion in Berlin. Und auf meinem Schreibtisch in München befindet sich auch eine. Sie ist auffällig unauffällig: silberfarben, praktisch, schlicht. Ich habe vor vielen Jahren mal eine Tolomeo von meinem Chef zum Abschied geschenkt bekommen und fragte mich damals, was ich mit so einer Bürolampe soll. Ich war jung.

Wer ein Büro bezieht und diese Lampe an seinem Arbeitsplatz entdeckt, kann davon ausgehen, dass sein Arbeitgeber Geschmack hat. Die Tolomeo ist ein Designklassiker. Michele De Lucchi und Giancarlo Fassina haben sie 1987 entworfen, also vor dreißig Jahren. Es gibt günstigere Schreibtischlampen. Doch kaum eine, die schöner ist.

Meistens achtet man im Büro ja eigentlich nicht auf Einrichtungsdetails. Es geht immer nur um das Praktische: Habe ich ein ordentliches Ablagesystem, ist der Bürostuhl bequem, sitze ich alleine oder zu zweit in einem Büro oder im Großraumbüro, ist der Tisch groß genug? Über das Aussehen seiner Schreibtischlampe macht sich wahrscheinlich kaum einer Gedanken.

Viele der Ideen, die später ihren Weg ins ZEITmagazin gefunden haben, kamen abends zustande, wenn es schon dunkel war. Meine Erfahrung ist, dass man irgendwann, alleine im Büro, die grellen Deckenleuchten ausschaltet, um es sich gemütlicher zu machen. Ich verdanke der Tolomeo daher viele gute Stunden. Es ist eine Freude, unter ihr zu arbeiten. In ihrem Licht ist es ein bisschen wie am Lagerfeuer.

Technische Daten:

Maße: max. B 122 x H 129 cm

Gewicht: 5 kg

Material: Aluminium

Preis: 199 Euro

Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren