Deutschlandkarte Stadt-Sekt

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 1/2018

Karte: Die 28 Städte, in deren Namen Sekt angeboten wird (und der Preis pro 0,7- oder 0,75-Liter-Flasche)

Einige deutsche Städte sind auf die werbeträchtige Idee gekommen, Namens-Sekt anzubieten – auf dem Etikett steht statt einer Marke der Name der Stadt. Meistens kann man diesen Sekt in Souvenirshops kaufen. Touristen nehmen die Flaschen gerne mit nach Hause, und bestimmt mögen ihn auch Einheimische, die ihre Stadt besonders lieben. Von den 100 größten deutschen Städten, bei denen wir anfragten, haben inzwischen 28 solchen Sekt im Angebot. In Pforzheim, berühmt für seine Schmuckindustrie, kann man "Goldstadt-Sekt Schmuckwelten Cuvée" kaufen – mit Blattgoldflocken, daher wohl der gehobene Preis von fast 15 Euro. In Köln trinkt man "Kölner Silberhauch", mit "Silberstaub" angereichert, ebenfalls nicht günstig, während es in Hamm der schmucklos klingende "Stadt Hamm-Sekt" sein darf. In Hildesheim, Marl und Neuss scheint man besonders wählerische Sektfreunde überzeugen zu wollen, dort gibt es gleich mehrere Sorten. Einige der größten Städte fehlen allerdings auf der Karte, wie Berlin, Hamburg, Dresden, München und Stuttgart. Sie ziehen wohl auch so genügend Touristen an.

Recherche Anton Dorow

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