Deutschland Tauziehvereine

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 3/2018

Karte: Die 25 Mitglieder des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verbandes, die Tauziehen anbieten

Schon die alten Griechen praktizierten das Tauziehen, in Deutschland wird der altmodisch anmutende Sport seit mehr als hundert Jahren betrieben. Allerdings ist er nur im Süden populär: Von den 25 Mitgliedern des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verbandes, die Tauzieh-Mannschaften aufstellen, findet man nur eines außerhalb von Baden-Württemberg und Bayern. Weiter nördlich als bis ins hessische Wolfhagen ist die Begeisterung für das schweißtreibende Gezerre nicht vorgedrungen – dort ist die Tauziehgruppe 1982 Philippinenburg und -thal zu Hause. Der Sportdirektor des Verbandes vermutet, dass der Süden von der Beliebtheit des Tauziehens in der Schweiz profitiere, wo "Seilziehen" Volkssport ist. Zwar gibt es überall in Deutschland Hobbyvereine, von offiziellen Wettbewerben sind diese aber ausgeschlossen. Acht Athleten pro Mannschaft treten dabei in unterschiedlichen Gewichtsklassen an. Wer die besten deutschen Tauzieher erleben möchte, muss an den Rhein fahren: Deutscher Meister 2017 in der höchsten Gewichtsklasse wurden die Sportfreunde Goldscheuer in Kehl.

Recherche: Anton Dorow

Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren