Deutschland: Stadtwälder

Deutschland ist ein Land der Wälder, ein Drittel ist
Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 9/2018
Stadtwälder © Laura Edelbacher

Deutschland ist ein Land des Waldes. Ein Drittel der Bundesrepublik ist nämlich baumbestanden. Wälder, irgendwo zwischen Eckernförde und Ruhpolding, in die zwar jedermann spazieren darf, aber die nicht jedermann gehören. Denn knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist Privateigentum. Auf der Karte sieht man die Wälder, die im Besitz der Städte sind. Berlin hat das meiste Holz vor der Hütte. Und auch die meisten Waldgänger, 100 Millionen Besuche vermerkte die Grunewald-Statistik. Nur leider verhält es sich in Berlin mit dem Wald so wie mit vielen Dingen, die dieser Stadt gehören. Geld bringt das alles nicht. Berlin macht mit seinem Wald insgesamt zehn Millionen Euro Miese, jedes Jahr. Der Stadtwald von Brilon im Sauerland, der größte in Deutschland, 77 Quadratkilometer ist er groß, macht 700.000 Euro Gewinn. Auch jedes Jahr. Brilon umfasst 15 Gemeinden, es erwarb diesen Schatz schon im Mittelalter. Große Wälder waren immer auch ein Zeichen für Wohlstand. In Berlin ist das nicht so. Aber in Berlin ist sowieso manches anders als anderswo. Auch im Wald.

Recherche: Chiara Thies

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