© Silvio Knezevic

Spaghetti Mit Safran vergoldete Pasta

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Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 10/2018

So wie andere Leute Plastikfolie über ihre Möbel legen, um diese vor Abnutzung zu bewahren, so horte ich Safran in meinem Gewürzschrank. Viel zu teuer, um ihn zu essen! Da liegt zum Beispiel noch das Döschen, das ich vor Jahren von einer Reise mitgebracht habe ... Andererseits: Noch verschwenderischer, als gutes Geld für Safran auszugeben, ist es, gutes Geld für Safran auszugeben, den man dann nicht isst. Ich habe mich also auf die Suche nach einem Rezept mit möglichst viel Safran gemacht und dieses hier gefunden: Pasta allo zafferano ist in Italien offenbar ein fast gewöhnliches Gericht, ein naher Verwandter des Mailänder Risotto, und oje, schmeckt diese Pasta gut. Man kann das Ganze noch mit frischen Erbsen (im Frühjahr dann), mit gebratenen Shrimps oder Speckwürfeln oder einer dünn geschnittenen Zucchini verfeinern. Das Allerwichtigste aber, vielleicht noch wichtiger als der Safran, ist die Butter: das beste Gewürz überhaupt. Nur sind eben Butternudeln selbst für diese Kolumne ein etwas zu schlichtes Gericht.

In einer großen beschichteten Pfanne Wasser mit Safran und einer Prise Salz zum Kochen bringen. Butter hinzufügen. Wenn diese geschmolzen ist, Spaghetti in den Fond geben. Spaghetti in der Pfanne kochen, das ist ungewöhnlich und sieht aus, als hätte man was falsch gemacht. Aber Geduld. Aus diesem hässlichen Süppchen entsteht eine golden schimmernde, cremige Köstlichkeit.

Auf mittlerer Hitze die Flüssigkeit langsam einkochen lassen. Die Pfanne nicht abdecken. Falls das Wasser verkocht ist, bevor die Spaghetti gar sind, noch etwas Wasser nachgießen. Am Ende soll keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne stehen. Parmesan reiben und unterrühren. Sofort servieren.

Spaghetti mit Safran und Butter

Zutaten für 2 – 3 Personen: 500 ml Wasser, ein paar Safranfäden (ca. 1 g), Salz, 30 g Butter, 250 g Spaghetti, Parmesan nach Geschmack

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