Digitale Schlüsselsysteme Mirko Borsche hofft, sich nie wieder auszusperren

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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 11/2018

Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Schlüssel öfter mal verlieren. Einmal habe ich mich sogar ausgesperrt, als der Schlüssel von innen im Schloss steckte – die Rechnung für die Türöffnung war ganz schön hoch. Daher wurde ich sofort hellhörig, als ich von Nello One erfuhr, einem digitalen Schlüsselsystem. Könnte das die Lösung sein?

Ich bekam einen kleinen schwarzen Kasten, den ich an der Gegensprechanlage unten an der Tür unseres Bürogebäudes angebracht habe. Nun war er mit dem System über WLAN verlinkt. Per App konnte ich ihn steuern. So konnte ich mit meinem Handy Kollegen, Besucher und Paketboten hereinlassen.

In der App gibt es die Möglichkeit, andere Nutzer einzuladen und den digitalen Schlüssel zu teilen. Für Mitbewohner und Bürokollegen ist das ideal. Bei uns in der Firma arbeiten zehn Leute, jeden Tag kommen viele Pakete an. Dauernd klingelt es, das nervt. Der digitale Schlüssel hat es meinen Kollegen und mir erspart, jedes Mal aufzustehen und den Knopf für die Gegensprechanlage zu drücken. Praktisch ist auch, dass man Zeitfenster programmieren kann, um die Haustür zu bestimmten Zeiten zu entsperren.

Ich war mit Nello One sehr zufrieden, bis ich mich letzte Woche wieder ausgesperrt habe. Es war kalt und hat geschneit, ich stand draußen vor dem Eingang und habe mit klammen Fingern die App aufgerufen, um den Öffnungsbefehl zu geben. Nichts passierte. Mein Büroschlüssel lag ärgerlicherweise auch zu Hause. Anderthalb Stunden später bekam ich eine Mail vom Kundendienst: Der Server war kaputt gewesen. Zum Glück saß ich da schon wieder im Warmen: Ein Kollege hatte mir die Tür mit seinem Schlüssel aufgeschlossen.

Technische Daten

Größe: 50 x 57,8 x 12 mm

Gewicht: 22 g

Funkstandard: WLAN

Preis: 119 Euro

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