Deutschland Anerkannte Flüchtlinge

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 12/2018

© Laura Edelbacher

Karte: Anerkennung als Flüchtling im ersten Halbjahr 2017 in Prozent

Die Länder, aus denen in den letzten Jahren die meisten Menschen nach Deutschland kamen, sind Afghanistan, Syrien und der Irak. Viele Afghanen und die meisten Syrer und Iraker dürfen bleiben. Wer in seinem Land verfolgt wird, erhält den Status eines Flüchtlings. Darüber entscheiden die Außenstellen des Bundesamts für Migration. Unsere Karte zeigt, wie sehr sich die Zahlen in den Bundesländern unterscheiden. Da die Geflüchteten nach einem festen Schlüssel übers Land verteilt werden – ungeachtet ihrer Chancen im Asylverfahren oder ihrer Zugehörigkeit zu Religionen oder Volksgruppen –, ist das erstaunlich. Von 979 Syrern, über deren Fall in Brandenburg im ersten Halbjahr 2017 entschieden wurde, sind 221 anerkannt worden – von 907 Syrern in Bremen dagegen 473, die Quote ist dort mehr als doppelt so hoch. Das Bundesamt sagt, die Chancen seien "bundesweit einheitlich", es macht den statistischen Zufall verantwortlich für die Unterschiede. Hätte ein Flüchtling aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak die Wahl, er würde wohl lieber in Bremen über seinen Antrag entscheiden lassen als in Eisenhüttenstadt.

Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 18/13670

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