Espressomaschine Mirko Borsche über die Geheimnisse von feinem Kaffee

© Zuriga
Von Mirko Borsche
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 19/2018

Nicht nur bei uns in München hat sich die Barista-Kultur ausgebreitet. Inzwischen gibt es hier Tausende Läden, in denen man hochwertig gerösteten Kaffee trinken kann. Die Typen, die dort arbeiten, tragen alle Vollbart und Tattoos. Mich nervt dieses Gehabe manchmal: Beim Bestellen wird man erst mal damit zugequatscht, woher die Bohnen kommen, wie sie geröstet sind, welches Aroma sie haben und wie viele Stunden Zubereitung ein (kalt gebrühter) "Cold Brew Coffee" braucht. Ich bin ja eher der Typ für Filterkaffee.

Trotzdem wollten wir im Büro einmal die Espressomaschine von Zuriga ausprobieren. Mein Kollege Olli, unser hauseigener Barista, hat sie uns empfohlen: ein superschickes, kleines Gerät aus der Schweiz, mit etwa 1.200 Euro seiner Meinung nach "recht günstig". Normalerweise haben Espressomaschinen zehntausend Hebel, doch diese hat nur zwei Knöpfe, einen zum Anschalten, einen, um den Espresso in die Tasse fließen lassen.

Bei Filterkaffee kann man einfach zu Dallmayr gehen und sich fertig gemahlene Bohnen kaufen. Bei Espresso muss man nicht nur wissen, welche Bohnen die richtigen sind, sondern auch, in welcher Größe man sie mahlen will. (Wir hatten eine Maschine mit dazugehöriger Kaffeemühle, aber es gibt auch Modelle ohne.) Dann muss man den Kaffee mit dem richtigen Druck im Sieb zusammenpressen, bevor man den Siebträger in die Maschine eindreht. Oder, wie Olli sagt: "Man muss das mit Gefühl machen."

Tatsächlich schmeckt der fertige Espresso feiner. Er ist etwas für Genießer. Ich selbst durfte ihn allerdings noch nicht zubereiten, weil mir laut Olli das nötige Vorwissen fehlt. Ich durfte nur mittrinken.

Technische Daten

Größe: 17 x 31 x 23 cm

Gewicht: 9 kg

Zubereitungszeit: 2 Minuten

Preis: 1236 Euro

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