© Nikita Teryoshi

Peter Schwenkow "Halleluja, habe ich rumgeprotzt!"

Er ist einer der erfolgreichsten Konzertunternehmer der Welt: Seit 40 Jahren bringt Peter Schwenkow Superstars wie die Rolling Stones, Barbra Streisand und Rod Stewart auf die Bühne. Hier erzählt er von Bordellbesuchen, einer historischen Aktion mit David Bowie – und erstmals von seinem persönlichen Drama am Rande des Ruins. Interview:
ZEITmagazin Nr. 22/2018

ZEITmagazin: Herr Schwenkow, als Konzertveranstalter haben Sie in den vergangenen 40 Jahren mit Hunderten von Künstlern und Künstlerinnen zusammengearbeitet. Welchen drei fühlen Sie sich besonders verbunden?

Peter Schwenkow: Sicherlich André Heller, dessen Shows ich viele Jahre lang produziert habe. Mit Anna Netrebko begann die Renaissance der Klassik als Teil meines Unternehmens. Und dann gehören, aus ganz vielen Gründen, die Rolling Stones dazu. Sie waren zweimal meine Lebensversicherung: erst beim Börsengang 1998 – wir wurden nicht umsonst "die Rolling-Stones-Aktie" genannt. Und als das Unternehmen später auf der Kippe stand, haben die Tourneen der Stones uns sehr geholfen.

ZEITmagazin: Über die Krise Ihres Unternehmens werden wir noch sprechen. Im Laufe der Jahre haben Sie fünf Tourneen der Rolling Stones organisiert. Nach der wievielten hat Keith Richards Sie gegrüßt?

Schwenkow: Gar nicht. Während der dritten Tournee habe ich allerdings einmal mit Keith Richards Snooker gespielt. Damals dachte ich, der weiß, wer ich bin, war aber nicht so. Als wir 20 Minuten gespielt hatten, sagte er: "Hey, du spielst gar nicht so schlecht. Was machst du denn hier sonst so?" Und ich sagte: "I’m Peter, your promoter."

ZEITmagazin: Wie kommt man dazu, mit Keith Richards eine Partie Snooker zu spielen?

Schwenkow: Die Rolling Stones haben im Backstage-Bereich immer sogenannte Leisure-Zones. Es gibt die Zone, wo alle mit einem Backstage-Pass herumlaufen können, und dann gibt es eine Zone, in der die Leute mit den besseren Pässen rumlaufen können. Und irgendwann kommst du zu einem Triple-A-Pass, "Access All Areas", da kommst du überall rein, eben auch in die Leisure-Zone der Band. Wenn du da erst mal drin bist, gehörst du irgendwie zur Familie. Dann kannst du da herumstehen, was trinken und eben auch mal eine Runde Snooker spielen.

ZEITmagazin: Sind Sie aus so einer Zone auch schon mal rausgeflogen, weil die Stars ihre Ruhe haben wollten?

Schwenkow: Nein. Denn ich bin von meinen Eltern gut erzogen worden und habe mich noch nie danebenbenommen.

ZEITmagazin: Apropos gutes Benehmen: Was machen Superstars nach ihren Auftritten? Wo fahren sie hin? Und dürfen Sie mitkommen?

Schwenkow: Oft geht man mit. Manchmal wollen die aber auch unter sich sein. Ich bin ja immer froh, wenn ich abends nach Hause komme. Das ist jedenfalls heute so, war aber nicht immer der Fall.

ZEITmagazin: Wie war es denn früher?

Schwenkow: Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger war ich Stammgast in dem damals exquisitesten Bordell Berlins. Es war zu der Zeit üblich, nach den Konzerten zusammen in den Puff zu gehen. Die Tradition war, dass man das am Premierenabend, zum Bergfest oder zur Beendigung einer Tournee tat. Ich kannte jede der Damen, weil ich immer am Tresen saß, mich mit ihnen unterhalten habe und dann immer als Letzter ging, weil ich zahlen musste. Das war mein Job. Bevor Sie nachhaken: Mich kriegte da keine in die Kiste, und die Mädels wussten irgendwann, dass es gar keinen Sinn hat, das zu versuchen. Im Ernst! Ich war derjenige, der hinterher abzählen musste, hattest du ein, zwei oder drei Flaschen Champagner, mit einer oder zwei Frauen? Da musste ich nüchtern bleiben bis zum Schluss.

ZEITmagazin: Können Sie den Laden nennen?

Schwenkow: Kann ich nicht. Man rief da kurz vorher an und sagte: "Pass auf, wir kommen nachher vorbei mit der ganzen Mannschaft."

ZEITmagazin: Was war der bisher irrste Wunsch, den Sie einem Star erfüllen mussten?

Schwenkow: Kann ich nicht erzählen.

ZEITmagazin: Der zweitirrste?

Schwenkow: Auch nicht. Ich würde sagen, die ersten zwanzig irren Geschichten kann ich nicht erzählen.

ZEITmagazin: Dann bitte die 21. irre Geschichte.

Schwenkow: Das ist eine, bei der ich beinahe zu Tode gekommen wäre – gemeinsam mit Herbert Grönemeyer. 1991 flogen wir nach einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Hubschrauber zurück nach Berlin. Wir hatten es eilig, und Herbert, der sich bis dahin aus panischer Angst immer geweigert hatte, Hubschrauber zu fliegen, saß vorn im Cockpit. Ich saß mit seinem damaligen Manager hinten. Vorn gab es so eine kleine gelbe Kontrolllampe, da stand fuel drauf, und die fing auf einmal an zu blinken. Der Pilot sagte: "Das heißt nur, dass wir bald mal tanken müssen." Noch außerhalb von Berlin schaltete die Anzeige von blinkend auf gelbes Dauerlicht um, dazu gab es einen schrillen Ton. Der Pilot sagte dann per Funk: "Emergency, wir müssen jetzt landen." Wir bekamen die Genehmigung, ganz schnell nach Tempelhof zu fliegen. Auf dem Weg dahin wurde das Licht rot, wir hatten keinen Sprit mehr. Um einen Absturz zu vermeiden, sind wir in Zehlendorf auf der einzigen Grünfläche, die der Pilot dort sah, notgelandet – auf einem Hundeübungsplatz. Und so fanden wir uns in einem Hundezwinger mit einer zwei Meter hohen Umzäunung wieder. Wir sind dann über den Zaun geklettert, und Herbert schwor, nie wieder in einen Helikopter zu steigen. Mit dem Taxi sind wir in mein Büro gefahren und haben darauf angestoßen, dass wir überlebt hatten.

ZEITmagazin: Wie sind Sie eigentlich zum Konzertveranstalter geworden?

Schwenkow: Nach dem Abitur habe ich erste Erfahrungen als Tourneeleiter gemacht, von Mike Krüger und Tangerine Dream bis zu dem Jazz-Gitarristen Larry Coryell. Mit 22 bin ich zum Studium nach Berlin gegangen und habe dort bei der Konzertdirektion Jänicke gejobbt. Zwei Jahre später, 1978, habe ich mich mit Concert Concept selbstständig gemacht. Unser erster großer Erfolg war, dass wir 1981 die Berliner Waldbühne übernahmen.

ZEITmagazin: Und wie wird man zum Tourneeveranstalter von Barbra Streisand? Wird man da empfohlen, muss man sich bewerben?

Schwenkow: Bei Barbra Streisand war es so, dass ich viele Jahre zuvor einmal Marty Erlichman getroffen hatte. Der Mann hat Barbra Streisand entdeckt und war 50 Jahre lang ihr Manager, ein toller Typ. Als es dann Jahre später hieß, Barbra Streisand kommt auf Tournee nach Europa, bin ich gleich losgelaufen, um mit Marty zu sprechen. Er sagte mir, als Jüdin würde Streisand niemals in Deutschland singen. Ich sagte ihm: "Es wäre aber in Berlin, und zwar in der Waldbühne, gebaut zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1936, der Nazi-Olympiade." Er sagte dann, sinngemäß: "Das ist so verrückt, dass wir uns das mal überlegen." Und dann hat es tatsächlich geklappt.

ZEITmagazin: Warum geht jemand wie Barbra Streisand überhaupt noch auf Tournee?

Schwenkow: Weil sie das Geld wieder einspielen muss, das sie mit ihren Filmen verliert. Jedenfalls war das damals so.

ZEITmagazin: Wenn Sie heute zurückblicken auf Ihre 40 Jahre im Konzertgeschäft: Was hat sich verändert im Verhältnis zwischen Künstlern, Veranstaltern und Publikum?

Schwenkow: Heute gilt: Eine Eintrittskarte ist ein Versprechen, und das muss gehalten werden. Vor 40 Jahren hat sich darum niemand geschert. Wenn zu wenig Karten verkauft wurden, fiel das Konzert eben aus, und der Künstler bekam kein Geld.

ZEITmagazin: Wie verkauft man ein Versprechen?

Schwenkow: Auf jeden Fall unter sehr erschwerten Bedingungen. Wenn du ins Kaufhaus gehst und dir einen Föhn kaufst, zahlst du 29,90 Euro, du weißt, du hast drei Gebläsestufen bis zu 1200 Watt, und dann kriegst du noch eine Garantiekarte dazu. Wenn du dir eine Eintrittskarte kaufst, kriegst du für dein Geld eine Karte, hast aber das Konzert noch lange nicht, weißt auch nicht, wie es wird, mehr noch: Es muss erst mal stattfinden. Das Versprechen meint: Das Konzert findet statt, egal, ob der Veranstalter damit Geld verdient oder verliert.

ZEITmagazin: Aber das Versprechen wird gebrochen, wenn der Künstler nicht da ist.

Schwenkow: Ja, dann ist der Künstler aber wirklich todkrank, das muss dann bewiesen werden. Und für diesen Fall sind wir heutzutage alle gut versichert. Es gab aber auch Künstler, die man nicht mehr versichern konnte.

ZEITmagazin: Zum Beispiel?

Schwenkow: Luciano Pavarotti konnte man zum Schluss nicht mehr versichern.

ZEITmagazin: Weshalb?

Schwenkow: Weil drei Viertel seiner Konzerte ausfielen. Seine Stimme machte einfach nicht mehr mit.

ZEITmagazin: Was war Ihr schlimmstes Erlebnis mit einer Konzertabsage?

Schwenkow: Rod Stewart in der Waldbühne, 1995. Der Veranstalter der Rod-Stewart-Tournee war Marcel Avram. Im Vorprogramm spielte Gianna Nannini über eine Stunde lang, die Leute flippten aus, 20.000 waren in der Waldbühne, es war alles total cool. Und dann kommt Marcel zu mir und sagt: "Rod war eben am Bühneneingang, er musste umdrehen und wieder zurück ins Hotel. Er musste sich übergeben, er hat gestern eine Fischsuppe gegessen." Und ich sage: "Okay, Marcel, dann gehst du mal auf die Bühne und erzählst das den Leuten: Dein Künstler ist krank." Und er sagt zu mir: "Nein, das machst du, denn deine Waldbühne hat jetzt kein Konzert." Dann haben wir uns drei Minuten lang gestritten, wer jetzt da rausgeht. Dann hab ich’s gemacht, es war wirklich ätzend. "Sorry, Guys! Wir werden versuchen, einen Ersatztermin zu finden." Und die Leute haben ein bisschen gepfiffen, sind dann aber friedlich abgezogen. Beim nachgeholten Konzert gab es dann Würstchen und Freibier.

ZEITmagazin: Damals waren Sie "nur" der Konzertveranstalter, die Künstler betreuten andere. Seit 1998 sind Sie auch Tourneeveranstalter. Seither verkauft also der Tourneeveranstalter Schwenkow dem Konzertveranstalter Schwenkow seine Künstler?

Schwenkow: Ja, ein ganz gutes Geschäftsmodell, nicht wahr? Aber im Ernst: Die Verantwortung, die man dabei hat, bedeutet einen Riesendruck, da kann es an einem Abend um drei, fünf oder zehn Millionen Euro gehen. Bei solchen Veranstaltungen hat jeder seine Aufgabe, und in meiner Doppelrolle hafte ich für alle, auch für die Leute, die man nicht sieht. Da ist der Technikchef, der Sicherheitschef, die Roadies und, ganz wichtig, der Transportchef.

ZEITmagazin: Was macht der Transportchef?

Schwenkow: Bei Künstlern ist es üblich, dass sie nach ihren Auftritten einen sogenannten fliegenden Start hinlegen: letzte Zugabe vorbei, rein ins Auto, rums und weg. Es sind immer Autos, die du niemals als Künstlerauto erkennen würdest. Da hat sich der VW-Bus in den letzten 40 Jahren sehr bewährt: Es passen alle rein, es liegen die Handtücher drin und die Wechselwäsche. Der Transportchef sorgt dafür, dass das reibungslos klappt. Und wehe, es klappt nicht.

ZEITmagazin: Wo sind Sie in diesem Moment?

Schwenkow: Kommt drauf an, da gibt es mehrere Varianten: Man steht auf der Bühne, oder man sitzt im Büro und rechnet ab. Oder du sitzt mit im Auto.

ZEITmagazin: Und bangt, dass alles gut geht?

Schwenkow: Manchmal hast du dabei auch Spaß. 1998 haben wir die Reunion von Modern Talking mit der Back for Good -Tour durch die neuen Länder gefeiert.

"Halleluja, habe ich rumgeprotzt!" © Nikita Teryoshi

ZEITmagazin: Das klingt nicht zwangsläufig nach Spaß.

Schwenkow: Zu den fliegenden Starts nach den Konzerten müssen Sie wissen, dass es in Deutschland unheimlich schwierig ist, eine Polizei-Eskorte zu bekommen. So was gibt es nur bei den Stones, und auch bei denen nicht automatisch. Jeder Bus mit Profifußballern wird besser behandelt als wir. Als wir diese Modern-Talking-Tour machten, waren die Hallen immer voll, 10 000 Menschen pro Abend. Dieter und Thomas (Bohlen und Anders, Anm. d. Red.) haben sich auf jedes Konzert gefreut, denn auch Jahre nach dem Mauerfall konnte keiner so geil die Straßen absperren wie die Polizisten im Osten. Es war unglaublich, besonders beim Tourneeauftakt in Magdeburg: vier weiße Mäuse, fünf Autos, Blaulicht, alle Querstraßen gesperrt. Wir haben manchmal von der Halle ins Hotel keine drei Minuten gebraucht.

ZEITmagazin: Hatten Sie in den vergangenen 40 Jahren so etwas wie eine persönliche Beziehung zu den Weltstars?

Schwenkow: Ja, klar, wobei Beziehung vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist. Aber Kontakt und Vertrauen sind wichtig. Nehmen Sie David Bowie.

ZEITmagazin: Bowie? Der ließ doch eigentlich niemanden an sich ran.

Schwenkow: Als wir im Juni 1987 das dreitägige Festival "Concert for Berlin" neben dem Reichstag veranstalteten, war Bowie der einzige der Stars, die da auftraten, der verstanden hatte, worum es überhaupt ging – nämlich weniger um die Musik, sondern um die politische Situation einer geteilten Stadt. Genesis, Bruce Hornsby und im Jahr darauf Michael Jackson oder Pink Floyd – sie alle haben das erst hinterher verstanden, wenn überhaupt.

ZEITmagazin: Zwei Jahre vor dem Mauerfall war die Situation sehr angespannt. "Westliche" Musik stand in der DDR als "Waffe der Nato-Politik" auf dem Index. Die Machthaber mussten ein solches Konzert in Hörweite der Ostberliner als Provokation betrachten.

Schwenkow: Es ging hier wirklich um mehr als ein Konzert. David Bowie hatte ja in den siebziger Jahren in Berlin gelebt, und ich hatte ihn damals bei einem Udo-Lindenberg-Konzert kennengelernt. Das half uns, denn Bowie wurde dann zum Schlüssel dieses historischen Ereignisses.

ZEITmagazin: Wie das?

Schwenkow: Er stimmte zu, dass das Konzert vom Radiosender Rias übertragen wird – und damit auch in ganz Ost-Berlin und der DDR zu hören war. Wenn Bowie nicht zugestimmt hätte, hätten die anderen Musiker auch nicht mitgemacht.

ZEITmagazin: Was sprach denn gegen diese Zustimmung?

Schwenkow: Damals lebten Musiker noch hauptsächlich vom Verkauf von Tonträgern. Jede Radioübertragung war quasi ein Anschlag auf ihr Geschäftsmodell, denn jeder konnte mitschneiden. Kurz bevor das Konzert begann, musste ich also bei Bowie vorsprechen, um ihm zu erklären, warum wir das Concert for Berlin unbedingt im Radio übertragen mussten. Er war die letzte Chance – und ich wusste, dass sein Manager dagegen war.

ZEITmagazin: Wussten das auch die Rias-Leute?

Schwenkow: Denen habe ich gesagt: Das wackelt bis zur letzten Sekunde, aber wir kriegen das schon hin. Und dann musste ich liefern.

ZEITmagazin: Indem Sie kurz vorher eben mal bei Bowie vorsprechen. Hat er Sie wiedererkannt?

Schwenkow: Vielleicht, ich habe jedenfalls so getan, als ob wir uns gut kennen. Ich habe ihm dann erklärt, dass die Leute in der DDR dieses Konzert einfach hören müssen. Bowie hat dann seine ganze Truppe überstimmt und grünes Licht gegeben. Als er dann eine Ansprache auf der Bühne vor dem Reichstag hielt, richtete er seine Worte auch an die Bürger in der DDR – und sang danach seinen Song Heroes. Der Titel bekam eine völlig neue Bedeutung, denn plötzlich waren die Helden die Bürger der DDR. Eindeutig: Das war der größte, der wichtigste Moment meiner bisherigen Laufbahn.

ZEITmagazin: Ein Jahr später, im Juni 1988, traten dann Pink Floyd an der Mauer auf.

Schwenkow: Und die waren dann sehr dafür, als ich vorschlug: Kommt, lasst uns mal ordentlich den Prenzlauer Berg wegblasen. Pink Floyd waren damals die lauteste Band der Welt, und ich hatte für ihr Konzert ganz irre Auflagen bekommen, vor allem die Lautstärke betreffend. Die wurde dann am Tag vor dem Konzert gemessen. Natürlich haben wir das hingebogen: Links und rechts von der Bühne standen riesige Gerüstbauten, aber am Nachmittag standen da nur ein paar verlorene Lautsprecherboxen drin. In der Nacht haben wir dann aufgerüstet. Und deswegen haben beim Pink-Floyd-Konzert dann tatsächlich die Fensterscheiben im Prenzlauer Berg gewackelt. Das war sozusagen mein zweiter Geräuschangriff auf Ost-Berlin.

ZEITmagazin: Herr Schwenkow, Sie haben einmal gesagt, dass Sie Wert darauf legen, dass Ihr Unternehmen eine "arschlochfreie Zone" ist. Andererseits gilt Ihre Branche ja nicht unbedingt als zimperlich. Wenn Sie daran denken, was Sie alles erlebt und verhandelt haben – gab es Situationen, von denen Sie rückblickend sagen würden: "Da war ich ein Arschloch"?

Schwenkow: Nein. Ich habe einen inneren Kompass, der ist ganz einfach: Du kannst Leute hinter dem Tresen hochheben, aber du darfst sie nicht drüberziehen.

ZEITmagazin: Heißt, frei übersetzt: Bedrohen geht, betrügen nicht?

Schwenkow: Sehr frei übersetzt, aber im Grunde richtig. Das ist die erste Regel, die zweite ist: Wenn einer am Boden liegt, wird nicht nachgetreten. Und die dritte ist: Niemals lügen.

ZEITmagazin: Haben Sie sich immer an alle drei gehalten?

Schwenkow: An die habe ich mich gehalten, ja. Es gibt keinen einzigen Schadensersatzprozess, der gegen mich angestrengt worden ist, es gibt auch keinen, der aufstehen und sagen könnte, der Schwenkow hat mich betrogen. All das gibt es nicht.

ZEITmagazin: Jetzt kommen wir zu der Phase Ihres Lebens, in der Ihr innerer Kompass auf die härteste Probe gestellt wurde: als Ihr Unternehmen und auch Sie persönlich am Rand des Abgrunds standen. 1998 hatten Sie Ihre Firma Deag erfolgreich an die Börse gebracht – drei Jahre später standen Sie vor den Trümmern Ihres Lebenswerks. Öffentlich haben Sie darüber nie wirklich gesprochen. Wie kam es zu diesem Drama?

Schwenkow: Dieser Misserfolg hatte drei Ursachen. Die erste war der Terroranschlag in New York am 11. September 2001. Danach brachen überall die Tourismuszahlen ein, niemandem war mehr nach Musicals zumute – und das Musical-Unternehmen Stella, in das wir gerade sehr viel Geld investiert hatten, büßte damals innerhalb weniger Monate fast 40 Millionen D-Mark an Einnahmen ein. Die zweite Ursache war: Wir wollten die Stella in unsere börsennotierte Aktiengesellschaft einbringen. Das wurde aber durch sogenannte räuberische Aktionäre ein Dreivierteljahr lang verhindert – und dann kam der 11. September. Also sage ich mal: zweimal Pech gehabt.

ZEITmagazin: Schuld waren also andere, und der Rest war Pech?

Schwenkow: Den dritten, entscheidenden Fehler habe ich selbst gemacht: Du musst, wenn du so eine Transaktion planst, das Worst-Case-Szenario zu Ende denken, dann einen Schlag drauftun und diese Negativschätzung dann noch mal verdoppeln. Und dann musst du, wenn tatsächlich alles so kommt, immer noch in der Lage sein, zu überleben. Diese Rechnung habe ich damals nicht gemacht.

ZEITmagazin: Herr Schwenkow, kann es sein, dass Sie sich als Neuling auf dem Börsenparkett einfach übernommen haben?

Schwenkow: Im Nachhinein ist man immer schlauer. Aber damals herrschte am Neuen Markt eine im doppelten Sinne irre Euphorie. Es gab zwei Maximen: Wachsen, wachsen, wachsen! Und: Schulden, Schulden Schulden! Hauptsache, Wachstum.

ZEITmagazin: Sie sind damals quasi als Privatmann in dieses irre Spiel eingestiegen. Kommt Ihnen das heute nicht völlig verrückt vor?

Schwenkow: Weil die Deag nicht das nötige Geld für die Übernahme der Stella hatte, habe ich mir damals 46 Millionen D-Mark geliehen und dieses Geld der Deag zur Verfügung gestellt, um die Stella kaufen zu können. So war ich also persönlich involviert, und folgerichtig lag dann auch das Elend hinterher ganz bei mir. Als gar nichts mehr ging, musste ich einfach akzeptieren, dass der Vorstand für die Stella einen Insolvenzantrag gestellt hat. Denn für die Deag machte es keinen Sinn, dem verlorenen Geld noch weiteres Geld hinterherzuwerfen. Das war bitter, aber ich mache niemandem Vorwürfe, außer mir selbst. Ich hätte die Gefahr vorher erkennen müssen.

ZEITmagazin: Wir hatten damals journalistisch gelegentlich miteinander zu tun. Sie waren wie von Sinnen, Sie duldeten keinen Widerspruch, das Wachstum konnte Ihnen nicht schnell genug gehen.

Schwenkow: Ja, ich habe permanent auf den Aktienkurs geschaut. Die Aktionäre waren damals sehr euphorisch, und die Analysten fraßen uns aus den Händen. Es ging immer nur nach oben, nach oben, nach oben. Dass ich zur Bank sagen konnte, passen Sie auf, ich gebe Ihnen meine Aktien als Absicherung, und Sie geben mir mal 46 Millionen Cash – das fand ich irre!

ZEITmagazin: Bis dahin waren Sie Konzertkartenverkäufer gewesen – so haben Sie sich selbst einmal etwas kokett bezeichnet. Sie hatten sich um Soundchecks, Promotion und Puffbesuche gekümmert – und jetzt plötzlich waren Ihre Themen räuberische Aktionäre, Millionenkredite und Kursschwankungen. Ich frage noch einmal: Haben Sie sich nicht einfach überschätzt?

Schwenkow: Ganz klar: Ich wollte in der Sandkiste einfach mit größeren Baggern spielen. Und ein börsennotierter Schaufellader kriegt einfach mehr Sand hoch als einer, der das nicht ist. So einfach ist es.

ZEITmagazin: Spricht man mit Leuten, die Sie gut kennen, heißt es: "Das war nicht mehr der Peter, wie wir ihn kannten." Waren Ihnen Geld und Ruhm zu Kopf gestiegen?

Schwenkow: Nein, die Geschichte war, glaube ich, anders. Die meisten der Unternehmen, die damals an den Neuen Markt gingen, sind an die Börse gebracht worden, um schnell Cash zu machen. Da gibt es heute viele versteckte Neue-Markt-Millionäre und -Milliardäre. Die sitzen überall auf der Welt und lachen sich tot darüber, wie schnell sie damals mit der Kohle abgehauen sind. Und von diesen Leuten unterscheide ich mich wirklich grundsätzlich. Erstens war das Unternehmen beim Börsengang bereits 20 Jahre alt, und zweitens habe ich in dieser heißen Zeit, als mein Anteil 200 Millionen D-Mark wert war, keine einzige Aktie verkauft. Andere haben versucht, das Geld ganz schnell in ihre eigenen Taschen zu stecken. Mein Ziel war ein anderes: Ich wollte die Firma wachsen lassen. Das war der Unterschied.

ZEITmagazin: Sie wollten binnen weniger Jahre, so sagten Sie damals, den Umsatz über die Grenze von einer Milliarde D-Mark bringen. Klingt auch nicht gerade bescheiden.

Schwenkow: Aber es ging mir eben darum, das Unternehmen wachsen zu sehen, nicht mein Privatvermögen.

ZEITmagazin: Also waren Sie, wieder einmal, der Gute, und die Fehler haben andere gemacht?

Schwenkow: Nein, ich sagte ja gerade: alles falsch gemacht. Aber ich erkenne, auch von heute aus, meine Motive. Deshalb kann ich auch heute noch in den Spiegel schauen.

ZEITmagazin: Wann war der Moment, als Ihnen klar wurde: Jetzt wird es eng?

Schwenkow: Das war der 29. April 2002, der Tag, an dem wir veröffentlicht haben: Stella ist insolvent.

ZEITmagazin: Wo waren Sie in dem Moment, als Sie das publik gemacht haben?

Schwenkow: In Berlin, im Büro, am Boden zerstört. Bis zuletzt hatten wir versucht, das alles abzuwenden oder in geordnete Bahnen zu lenken. Jetzt stand fest: Der Traum ist geplatzt. Ich war total erschöpft und bin dann abends um 22 Uhr ins Bett gegangen.

ZEITmagazin: Sie konnten schlafen?

Schwenkow: Ich lag im Bett und wollte niemanden hören oder sehen. Um halb zwölf klingelt das Telefon, meine Frau bringt es mir, ich sage ihr: "Ich schlafe, ich kann nicht mehr." Sie sagt: "Doch, sprich mit ihm." Und dann war ich verbunden mit Johannes Rau, dem damaligen Bundespräsidenten. Er sagte mir, er habe gerade die Nachrichten gehört und er wolle jetzt mal den ruhigen Moment nutzen, um mir zu sagen: Das sei zwar schwer und anstrengend und gewiss nicht unbedingt das, was man sich als Unternehmer wünsche, es sei aber kein Beinbruch. Morgen, sagte er, ist wieder ein neuer Tag, und ich würde das, so wie er mich kennengelernt habe, schon wieder hinkriegen.

ZEITmagazin: Was verband Sie damals mit dem Bundespräsidenten?

Schwenkow: Wir kannten uns gut. Der Anruf hat mich nicht nur beeindruckt, sondern dann tatsächlich auch sehr gut schlafen lassen. Um mich herum gab es unzählige hoch bezahlte Menschen, die mir irgendwelche Ratschläge geben wollten. Es gab auch Leute, die plötzlich schweigend von Bord gingen, und wieder andere, die sagten, sie hätten schon immer gewusst, dass das nichts werden konnte. Johannes Rau war, abgesehen von meiner Familie, der Erste und Einzige, der mir Mut zugesprochen hat.

ZEITmagazin: Und wie war es, als Sie am nächsten Morgen wieder aufgewacht sind?

Schwenkow: Dann begann der Kampf, da war keine Zeit zum Wundenlecken.

ZEITmagazin: Wie sah dieser Kampf aus?

Schwenkow: Telefonieren, in Meetings gehen mit Insolvenzberatern und Wirtschaftsprüfern. Schauen, dass man zwischen der insolventen Stella und ihrer Mutter Deag Schutzzäune und Barrieren zieht. Versuchen, das Gericht zu überzeugen, eine Insolvenz in Eigenverwaltung genehmigt zu bekommen. Mit den Banken reden und sagen, das war die Stella, aber der Deag an sich geht es gut. Und so weiter. Und dann natürlich: meine privaten Dinge regeln. Das war alles nicht ganz leicht.

ZEITmagazin: Nicht ganz leicht? Herr Schwenkow, es ging um Ihre Existenz!

Schwenkow: In der Tat. Auf der einen Seite war ich, unterstützt von meinem Berater und Freund Horst Piepenburg – auf der anderen Seite waren die Gläubiger, die die Frage diskutierten: "Pfänden wir jetzt den Schwenkow um die ganze Welt, oder geben wir der Deag noch mal eine Chance?" Ich haftete ja mit diesen 46 Millionen D-Mark persönlich, es wurde richtig eng für mich. In dem alles entscheidenden Meeting Ende Mai 2002, bei dem die fünf Banken auf der einen Seite des Tisches saßen und Piepenburg und ich auf der anderen, haben wir unseren Sanierungsplan präsentiert. Und dann haben die Bankenvertreter darüber diskutiert.

ZEITmagazin: Sie saßen draußen vor der Tür?

Schwenkow: Ja, Piepenburg und ich saßen in meinem Büro. Die Banken saßen im Konferenzraum meines Unternehmens und berieten Stunde um Stunde über mein Schicksal. Piepenburg war schon damals einer der erfolgreichsten Insolvenzverwalter Deutschlands. Plötzlich beugte er sich zu mir hinüber und sagte – damals waren wir noch per Sie –: "Herr Schwenkow, das dauert mir zu lange da drinnen, das geht in die Hose. Die Banken ziehen gleich den Stecker." Und ich sagte: "Okay, was schlagen Sie vor?" Piepenburg antwortete knapp: "Reingehen, ganz viel Asche aufs Haupt kippen und Kooperation anbieten." Ich fragte: "Was für eine Kooperation?" Und er sagte: "Für jeden Euro, den die Banken Ihnen als Kredit stehen lassen, geben Sie als Sicherheit einen privaten Euro dazu."

ZEITmagazin: Was für Sicherheiten konnten Sie da noch anbieten?

Schwenkow: Immobilien, Oldtimer, Kunst. Als wir an die Tür des Konferenzraumes klopften, wollten die Bankenvertreter erst nicht mit uns sprechen. Später erfuhr ich, dass sie da schon dabei waren, das Unternehmen in seine Einzelteile zu zerlegen. Piepenburg sagte: Einen Augenblick, Herr Schwenkow möchte eine Erklärung abgeben. Und ich dann: Asche, Asche, Asche.

ZEITmagazin: Was genau haben Sie denen gesagt?

Schwenkow: Darüber kann ich nicht sprechen, aber es ging darum, Schuld einzugestehen, Fehler zuzugeben, sich kleinzumachen – noch kleiner, als ich an dem Punkt ohnehin schon war.

ZEITmagazin: Hat Sie das sehr viel Überwindung gekostet?

Schwenkow: Ja, aber ich musste mich nicht verstellen. Es ging ja um meine Existenz.

ZEITmagazin: Das heißt, Sie hatten richtig Angst?

Schwenkow: Es war schon echt eng.

ZEITmagazin: Können Sie sagen, ob Sie Angst hatten?

Schwenkow: Nein.

ZEITmagazin: Das können Sie nicht sagen, oder hatten Sie keine?

Schwenkow: Das ganze Leben ist ein Spiel.

ZEITmagazin: Was wäre so schlimm daran, zuzugeben, dass Sie Angst hatten?

Schwenkow: Die Sache hat an jedem Nerv gezerrt, ist doch klar. Aber Angst – die hast du, wenn dich jemand mit einer Waffe bedroht.

ZEITmagazin: Sie wären ruiniert gewesen. Nicht tot, aber ruiniert.

Schwenkow: Das war sicherlich der schrecklichste Moment in meinem bisherigen Leben.

ZEITmagazin: Standen Sie bei Ihrer Mea-culpa-Rede, oder haben Sie sich hingesetzt?

Schwenkow: Da stand ich, wie ein armer Sünder, alle anderen saßen.

ZEITmagazin: Wie lang ging die Asche-auf-mein-Haupt-Nummer?

Schwenkow: Gefühlt hundert Jahre, in Wirklichkeit vier Minuten, vielleicht fünf.

ZEITmagazin: Herrschte Ruhe im Saal, wurden Sie unterbrochen?

Schwenkow: Es war mucksmäuschenstill. Ich hatte 46 Millionen Schulden. Ich habe ihnen für 23 Millionen Sicherheiten gegeben, das war der Deal. Sie haben mich zwei Jahre lang unter strengster Beobachtung gehalten. Ich konnte nicht mal 500 Euro ausgeben, ohne dass sie es wussten. Und nach zwei Jahren habe ich den Banken dann alles zurückbezahlt: 46 Millionen D-Mark.

ZEITmagazin: Wo kamen die her?

Schwenkow: Ich habe meine Oldtimer-Sammlung verkauft, ich habe zwei Häuser verkauft, ich habe Häuser beliehen, ich habe meinen gesamten privaten Besitz an die Banken verpfändet. Ich kann wirklich sagen, dass ich mit meinem privaten Geld den Laden saniert habe. Und aus der Kapitalerhöhung und einer sogenannten Wandelschuldverschreibung kam dann die Rückzahlung.

ZEITmagazin: Und das Geschäft lief weiter?

Schwenkow: Auch das hat mich gerettet. Vor allem – wir sprachen am Anfang darüber – waren die Rolling Stones meine Rettung, mit ihrer Tournee 2002. Normalerweise musst du den Stones vor der Tour die komplette Gage vorab überweisen. Das hätte in diesem Fall bedeutet, dass wir das Risiko allein hätten tragen müssen.

ZEITmagazin: Wie konnten Sie das verhindern?

Schwenkow: Michael Cohl, der damalige Tourneeveranstalter der Stones, hat der Band für uns die Vorab-Gage gezahlt. Und plötzlich waren nicht nur die Stones wieder da, sondern auch wir mit der Deag. Das war der Wendepunkt. Und heute sind wir einer der zehn größten Live-Entertainment-Konzerne der Welt.

ZEITmagazin: Auch wenn Sie immer noch darauf bestehen, in der Krise damals keine Angst gehabt zu haben: Man darf wohl annehmen, dass Schwenkow, der Unternehmer, aber auch Peter, der Ehemann, Vater und Freund, nach diesen Erfahrungen ein anderer war.

Schwenkow: Natürlich. Nach 20 Jahren mit goldenem Händchen war das der erste wirkliche Rückschlag gewesen. Ich war zu jung, um im klassischen Sinne eine Bedrohung zu spüren. Aber es hat natürlich auch die Familie, die Beziehung zu meiner Frau, zu den Kindern verändert. Die Entscheidung, alles, was mir und uns lieb und teuer war, auf die Sanierung des Unternehmens zu setzen, konnte ich ja nicht allein treffen.

ZEITmagazin: Nach Ihrer Veränderung frage ich auch deshalb, weil man häufig ein bestimmtes Wort hört, wenn man mit Leuten über Sie spricht. Das Wort lautet: Angeber.

Schwenkow: Ja, stimmt. Ach, Mann, ich und meine Autos – halleluja, habe ich rumgeprotzt! Keine Frage, ich habe es krachen lassen ohne Ende, mit Smoking, Partys und Bentleys. Und ich habe lauter Fehler gemacht, wie diese große Geschichte im Focus, für die ich mich an meinem Pool in Andratx auf Mallorca habe fotografieren lassen.

ZEITmagazin: Damals müssen Sie auch für Ihre Familie eine – vorsichtig ausgedrückt – echte Herausforderung gewesen sein.

Schwenkow: Wissen Sie, es gab einen Moment, den ich nie vergessen werde: Wir saßen 2002 im Kreise der Familie zusammen beim Abendessen, alle hatten mich unterstützt und mit mir gelitten. Zu diesem Zeitpunkt war noch gar nicht klar, ob es gut ausgehen würde. Und eines meiner Kinder sagte zu mir: Papa, die Sache hat auch etwas Gutes – du warst auf dem Weg, ein Arschloch zu werden.

ZEITmagazin: Hatte Ihr Kind recht?

Schwenkow: Ich habe damals nicht widersprochen.

ZEITmagazin: Haben Sie dann Konsequenzen daraus gezogen?

Seit 20 Jahren habe ich keine Homestorys mehr gemacht. Und ich fahre heute lieber kleinere Autos. Allerdings, zu meiner Verteidigung: Ich fuhr früher zwar die dicksten Autos. Aber ich habe nie weiße Cowboystiefel getragen. Ich war protzig, aber nie geschmacklos.

ZEITmagazin: Doch! In der "Vogue" wurden Sie 1985 für eine Modestrecke wie folgt eingekleidet, ich zitiere: "Für Garten, Waldbühne, Strand, Gardasee bevorzugt der Unternehmer, wie Insider wissen, den sportlichen Look. Cäppi: Hardrock; Hemd und knieumspielende Hose: Polo Ralph Lauren; Strümpfe: Baumwolle; Schuhe: Alden; Uhr: irre teuer; Zigarette: Reyno Light; Brille und Duft: Armani."

Schwenkow: Das Einzige, was davon geblieben ist, ist der Duft.

Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren