Akku-Säge Mirko Borsche sucht nach dem Handwerker in sich

© Bosch
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 24/2018

Mein Schwiegervater Martin ist einer dieser Männer, die noch richtig gute Handwerker sind. Er kommt aus dem Bauwesen und liebt es zu werkeln. Stundenlang kann er mir von seiner großen Leidenschaft erzählen: Bagger. Er selber besitzt, erstaunlich für einen Rentner, zwei Stück davon. Ich hingegen bin eher der Typ Mann, der lieber kleine als große Geräte mag.

Das brachte mich in eine gewisse Notlage, als ich einen Tisch geliefert bekam, der in zwei übergroßen Holzpaletten verpackt war. Um diese zum Sperrmüll zu bringen, musste ich sie zersägen. Anders als andere Männer, die die Hälfte ihres Gehalts im Baumarkt lassen, hatte ich aber nicht das richtige Equipment parat. Ich bin eben nicht der Typ Bob der Baumeister, der in den Keller geht, um seine Stichsäge zu holen.

Also bestellte ich mir die Akku-Säge EasyCut 12 von Bosch zum Testen. Es ist eine Säge für Anfänger: klein und handlich, mit einer schmalen Klinge. Sie sieht aus wie eine Kettensäge in Miniaturgröße. Der Schnitt ist sauber und präzise, das Geräusch verhältnismäßig leise. Ich war sehr zufrieden: Die Paletten konnte ich damit sauber zersägen.

Dann kam mein Schwiegervater vorbei und sah das Gerät. Natürlich konnte er seinem inneren Drang nicht widerstehen, es auch selbst zu benutzen. Bosch-Geräte hält er zwar für zuverlässig, aber man kann ja nie wissen. Dann kehrte er mit einem eher ernüchterten Urteil zurück. "Die ist unpraktisch", sagte er. Eine Gartenschere hätte für diesen Job auch gereicht. Falls ich mal "richtig" sägen wolle, müsse ich mir eine Kettensäge besorgen. Oder ihn anrufen, damit er die Männerarbeit für mich erledigt.

Technische Daten

Größe: 38,6 x 9,9 x 29,1 cm

Gewicht: 900 g

Schnitttiefe: 30–65 mm

Preis: 139,99 Euro

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