Dyson Mirko Borsche spielt mit seinem Staubsauger "Star Wars"

© Dyson
Von Mirko Borsche
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 25/2018

Es gibt inzwischen Haushaltsgeräte, die auch in Science-Fiction-Filmen mitspielen könnten. Den kabellosen Cyclone V10 von Dyson könnte man zum Beispiel glatt mit einer Waffe aus Star Wars verwechseln: Der Griff, in dem sich der Staubbehälter befindet, erinnert mit seiner schlanken Form an eine Laserkanone. Das metallisch-orangene Rohr mündet in einem gerundeten Fuß. Schaltet man das Gerät an und wieder aus, klingt es wie ein Laserschwert.

Eigentlich ist es also gar kein Staubsauger. Sondern ein Space-Spielzeug. Ein gutes Teil zum Angeben.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass beim Cyclone V10 gleich eine Ladestation mit Wandhalterung mitgeliefert wird. Man hängt ihn daran auf wie den Mantel am Kleiderständer. Mir hat es den Weg in den Keller erspart, wo ich meinen Staubsauger normalerweise lagere. Mit dem Testgerät gab es kein Hochschleppen, kein Verstecken.

Der Vorteil ist, dass man ihn den Cyclone V10 auch in einen Handstaubsauger verwandeln kann, um den Innenraum des Autos zu saugen. Der Akku reicht für 60 Minuten. Der Nachteil ist, dass man es mit ihm in großen Wohnungen schwer haben wird. In New York, erzählte mir ein Freund, haben inzwischen alle dieses stylishe Ding. Kein Wunder: Dort leben die meisten ja auch in ziemlich kleinen Wohnungen.

Wie alle Dyson-Geräte hat auch dieses seinen Preis: Mit rund 700 Euro ist es ungefähr dreimal so teuer wie ein herkömmlicher Sauger. Würde ich es mir selber kaufen? Vielleicht, wenn ich bei einer intergalaktischen Schmuggelaktion wie im neuen Star Wars-Film Solo auf eine Kiste von Coaxium stoßen würde. In allen anderen Welten reicht auch ein normales Modell.

Technische Daten

Größe: 25 x 124,9 x 25,6 cm

Gewicht: 2,68 kg

Behältervolumen: 0,76 l

Preis: 669 Euro

Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Die wichtigste Information fehlt wieder. Wie viel Dezibel "kann" der, das heißt wie laut ist das Teil? Staub saugen können schließlich alle.

Leider gibt es heute zunehmend Menschen mit eingeschränktem Denkvermögen. Die holen nicht nur bei jedem Krümel den Staubsauger statt der Handbürste heraus, nein, die nutzen das Teil auch bedenkenlos um ein Uhr nachts oder am Wochenende um 13:00, wenn man gerade sein Mittagsnickerchen halten will. Selbstverständlich mit einem Turbinensauger, dessen Geräusch an einen startenden Düsenjet erinnert.
U. a. aufgrund solcher Schrumpfhirne habe ich meine DHH verkauft und ein EFH mit viel Abstand zu Nachbarn gekauft.
Selbst nutze ich ein Gerät von Miele. Nicht weil ich denke, dass es besser als andere saugt, sondern weil ich im Laden das Gefühl hatte, dass es am leisesten arbeitet. Der Angebotspreis lag bei knapp 140 €.

Dem kann ich nur zustimmen. Benutze selbst seit 2015 einen AEG UltraSilence, 700 Watt, saugt wie ein 2000 W Staubsauger. Ich war sehr beeindruckt, wie leise ein Staubsauger sein kann... man hört nur ein sanftes Rauschen. Und dennoch hat er Saugkraft ohne Ende. Und das für 180 Euro. ... Wenn dann Familie oder Bekannte voller Stolz ihre Dyson Lärmmaschine anwerfen, kann man nur genervt lächeln.