Israel und Deutschland: Israelische Partnerstädte

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 25/2018

Israelische Partnerstädte

DIG, Israelische Botschaft in Berlin, RGRE und eigene Recherchen © Laura Edelbacher


Deutschland unterhält mit Israel so viele Städtepartnerschaften wie mit keinem Land in Asien, Afrika oder Südamerika. Westberliner Bezirke machten 1966 den Anfang. Ziel war natürlich die Aussöhnung. In NRW war man fortan so eifrig, dass es manchem in Israel zu viel wurde (in Nazareth Illit etwa waren nicht alle glücklich über den Partner Leverkusen). Die DDR tat sich schwer mit dem Staat Israel, sie erkannte ihn erst kurz vor ihrem Ende an. Die Folge: keine Partnerschaften zwischen Städten der DDR und Israels. Im Jahr 2005 bemühte sich Berlin um Jerusalem – und bekam eine glatte Absage. Die Berliner hatten übersehen, dass Jerusalem grundsätzlich keine Partnerschaften wünscht. Vor rund zehn Jahren scheiterte der Versuch des Oberbürgermeisters von Dachau, eine Partnerstadt zu finden. In Hamburg forderte im April ein Bürgerschaftsabgeordneter der CDU eine Partnerschaft. Und ebenfalls im Jahr 2018 umwirbt Karmiel im Norden Israels die Marktgemeinde Mering in Bayern. Man kennt sich schon länger. Jemand von der CSU sagt in der Augsburger Allgemeinen den Satz: "Wir wollen nur etwas mehr Zeit."  

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