Wecker Mirko Borsche will neben einem schönen Wecker aufwachen

© Braun
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 28/2018

Mit Weckern verbindet mich eine Hassliebe. Einerseits ist ihr Klingeln unangenehm. Andererseits wäre ein normaler Alltag ohne sie nicht möglich. Seit Jahren stehe ich um sieben Uhr morgens auf, seit Jahren klingelte mich ein kleiner Braun-Wecker wach. Nachdem er mir kürzlich heruntergefallen und kaputtgegangen war, hielt ich nach einem neuen Modell Ausschau. Und stellte fest, dass es nicht viele schöne Wecker gibt.

Der BNC020 von Braun erinnert mich an einen der Klassiker aus der Ära des legendären Designers Dieter Rams, man hat diesen nur neu interpretiert. Endlich mal wieder ein cooles Produkt aus dem Hause Braun: ein schlichtes, schwarzes Gerät mit einem Digitaldisplay, das ungefähr das Format eines iPhone X hat, es ist nur etwas dicker. Der Wecker klingelt in fünf verschiedenen Tönen, die Helligkeit der Anzeige ist justierbar.

Wer will, kann das Gerät über die dazugehörige App mit dem Handy koppeln und unterschiedliche Weckzeiten für alle Wochentage einstellen. Nachts dient der Wecker als Ladestation: Er hat zwei USB-Ports, mit denen ich mein iPhone und mein iPad verbinden kann. Dieser einfache digitale Ansatz gefällt mir. Nur eine Sache hat mich irritiert: Das Netzteil ist fast so groß wie der Wecker. Glücklicherweise stört das im Schlafzimmer nicht so sehr, und man kann ihn auch mit Batterien betreiben.

Ich würde mir das Gerät, das mir für den Test zur Verfügung gestellt wurde, wahrscheinlich kaufen. In einer Reihe mit lauter nicht sehr ansehnlichen Produkten sticht er ästhetisch deutlich hervor. Eigentlich komisch, dass es nicht mehr solcher schönen Wecker gibt, oder? Schließlich sind sie doch das Erste, was man morgens erblickt.

Technische Daten

Größe: 75 x 140 x 40 mm

Wecktöne: 5

USB-Anschlüsse: 2

Preis: 95 Euro

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