Elektrogrill: Mirko Borsche tut, was ein Mann im Sommer tun muss

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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 30/2018

Wenn man im Sommer an der Isar entlangfährt, sieht man lauter Familien zusammen grillen. Das Verrückte ist, dass sie alle dasselbe Bild bieten: Am Grill steht ein Mann mit einer Flasche Bier zum Ablöschen/Trinken und brutzelt das Fleisch. In Zeiten, in denen Frauen Kanzlerin werden und viel Aufmerksamkeit für #MeToo bekommen, scheint der Grill der letzte Ort zu sein, an dem der Mann das Feuer noch bändigt, eigenhändig die Familie ernährt und zumindest den Eindruck erweckt, er könnte jeden Moment in den Fluss hechten, um ein Leben zu retten.

Ich selbst grille natürlich auch. Und wie fast alle Männer kaufe ich das Gerät dafür bei Weber ein. Im Büro steht schon ein Kohle-, zu Hause ein Gasgrill von der Marke. Als ich einen Elektrogrill testen wollte, habe ich nirgendwo anders nachgeschaut, obwohl es bestimmt einige gute Alternativen gibt.

Der Pulse 2000 ist der Range Rover unter den Grills, er ist sehr bullig und sehr männlich. Wir haben ihn im Büro benutzt, als wir zusammen ein Spiel der Fußball-WM angeguckt haben. Man muss ihn auf 260 Grad vorheizen, dann haben wir links das Gemüse und rechts das Fleisch aufgelegt. Ähnlich wie bei einem Herd hat er verschiedene Grillzonen, die man unterschiedlich regulieren kann. Per App kann man einstellen, welche Temperatur das Fleisch haben soll – das Gerät hat eine Art Fühler, der sie misst und den Herd entsprechend reguliert.

Natürlich könnte man sich fragen, ob ein Elektrogrill nicht unmännlich ist, er produziert weder Feuer noch Rauch. Die Kollegen waren trotzdem happy, wenn sie randurften. Nur das Fleisch, das sie mitgebracht hatten, war eher mittelmäßig und stammte aus dem Supermarkt. Vielleicht muss es das nächste Mal eine Frau richten.

Technische Daten

Größe: 39 x 71 x 60 cm
Leistung: 2200 W / 230 V
Grillzonen: 2
Preis: 849 Euro

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