Deutschland: Verbote in Bus und U-Bahn

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 30/2018

In Köln darf man alles, in Berlin gar nichts

© Laura Edelbacher

Karte: Was in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen in den 45 größten Städten verboten ist

Wer die Grenzen seines Nahverkehrverbunds verlässt, steht oft ratlos da: Was kostet nun eine Fahrt? Und was ist in der U-Bahn oder dem Bus nun verboten, was nicht? Verbote zu erfinden hat ja eine gewisse Tradition in Deutschland, und so gibt es auch im öffentlichen Nahverkehr eine große Vielfalt von ihnen. Auf unserer Karte sind ausschließlich solche aufgeführt, die nicht in allen der 45 größten Städte gelten. Überall verboten ist zum Beispiel das Rauchen. Berlin und Potsdam haben die meisten außergewöhnlichen Verbote, darunter als einzige das Ballspielen, das in der U-Bahn durchaus kurios wäre. Zahlreiche Städte kennen keine der 13 hier aufgeführten Verbote, Karlsruhe oder Köln beispielsweise. Das oft verbotene "Auf- und Abspringen während der Fahrt" ist ein Relikt aus jener Zeit, als man noch auf die Straßenbahn springen konnte, wenn sie schon fuhr. Das Verbot stammt aus dem 19. Jahrhundert. Wieso sollte man sich von einem schönen Verbot trennen, nur weil schon lange keiner mehr dagegen verstoßen kann?

Recherche Lilith Grull

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