Wetterrekorde: Wetterrekorde

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 31/2018

Wetterrekorde: Wetterrekorde

© Laura Edelbacher

Karte: Wetterrekorde und seit wann sie bestehen

Wetterextreme haben einen schlechten Ruf. Das liegt daran, dass gemeinhin gedacht wird, der Klimawandel sei schuld an diesen Extremen, immer. Wenn irgendwo ein zu raues Lüftchen weht, war es das neue Klima, nicht das Wetter. Das ist falsch, sagen Meteorologen, praktisch alle oben gezeigte Rekorde haben nichts mit dem Klimawandel zu tun. Viele der Wetterrekorde sind sehr, sehr alt – das Wetter wird also zumindest nicht jedes Jahr extremer. Der älteste Rekord ist schon 107 Jahre alt: Seit 1911 war es nirgendwo mehr trockener als in Aseleben (östlich des Harz, an dem sich Wolken gerne abregnen). Und? Was macht Aseleben damit? Nichts, keine Eigenwerbung nirgends. Ebenso Freiburg im Breisgau, das sich seiner Tropennächte (Nächte, die nicht kälter sind als 20 Grad) nicht erkennbar rühmt. Wie wäre es, wenn künftig mit Wetterrekorden mitgefiebert würde wie mit jenen in der Leichtathletik? Live-Übertragungen von der Zugspitze wären denkbar. Schafft es die Schneedecke endlich? Regenschirm-, Ski- und Sonnencremeherstellter könnten als Sponsoren der Wettbewerbe auftreten.

Recherche Anton Dorow

Kommentare

12 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren
Gelöschter Nutzer 6846
#2  —  vor 12 Monaten

Mag sein dass vor Jahrzehnten auch schon Rekordtemperaturen herrschten.
Aber seinerzeit gab es auch nicht so viel frei herumlaufende Idioten, die Wälder etc. anzündeten- und sich daran ergötzten, dass Dutzende Menschen etc. verbranten.
Dass sich wegen vernichteter Wälder Wolken schlechter abregnen- und es noch heißer und der Boden trockener wird, dürfte solche Verbrecher auch nicht interessieren.