© Silvio Knezevic

Ratatouille mit Safran Das perfekte Ratatouille

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Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 32/2018

Ich will nicht angeben, aber ich glaube, mein Ratatouille ist das beste. Ich habe Argumente. Mein Ratatouille schmeckt nicht nur absolut himmlisch, nämlich nicht bloß nach Zucchini, Tomate, Aubergine, sondern nach etwas Größerem, nach Sommer und einem schöneren Leben. Und was es außerdem so gut macht, ist der Umstand, dass es gesund und leicht ist, da es nur aus Gemüse besteht. Woraus sonst könnte ein Ratatouille bestehen? Okay, trotzdem. Und damit bin ich beim dritten Grund: Mein Ratatouille ist einfach zuzubereiten. Es wird nichts geschichtet oder gehobelt, nur geschmort. Die Auberginen, die oft ein Ratatouille verderben, weil sie zu fettig sind und sich wie Gummi kauen, werden separat geröstet. So werden sie süß und schmelzend, ebenso wie der Knoblauch, der auch zuvor im Ofen gebacken wird. Und am Ende gibt man zu meinem Ratatouille eine Prise Safran, was ein bisschen ungewöhnlich schmeckt, aber nicht so sehr, dass man sich von seinem inneren Sofa erheben müsste. Wer nicht überzeugt ist, kann mir gern sein Rezept schicken, aber Sie haben keine Chance, fürchte ich. Nichts für ungut, nächste Woche bin ich wieder bescheiden.