Stereoanlage Mirko Borsche entdeckt Neues beim Hören seiner alten Schallplatten

© Panasonic
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 33/2018

Die Musikbranche hat eine Entwicklung hinter sich, die uns Medien noch bevorsteht. Heutzutage sucht man sich seine Lieblingssongs auf Spotify aus, hört Internetradio und spielt das Ganze auf seinen Sonos-Boxen ab. So kann man praktisch alles hören – außer CDs und Platten. Was also tut ein Dinosaurier wie ich, der zu Hause noch seine Plattensammlung pflegt? Genau, er holt sich eine Stereoanlage!

Für mich musste es eine von Technics sein, da das in meiner Jugend eine Kultmarke war. Eine Zeit lang war sie weg, jetzt ist sie wieder auf dem Markt. Früher haben sie Stereoanlagen mit Riesenboxen rausgebracht, heute gibt es das sehr schicke Kompaktsystem SC-C70: einen rechteckigen schwarzen Kasten mit Rillen und Edelstahloptik. Eine Minianlage mit integrierten Boxen. Man kann damit Spotify und Internetradio abspielen; man kann per Adapter aber auch einen Plattenspieler anschließen. Perfekt für meine Bedürfnisse.

Mit der Anlage habe ich tagsüber das amerikanische National Public Radio und meine Lieblings-Playlist von Spotify gehört und abends, zum Ausklang des Tages, Platten von Ruth und NWA. Dabei fiel mir auf, dass sich nicht nur die Musikbranche, sondern auch das eigene Hören verändert hat. Wenn ich auf Spotify Musik höre, tue ich das mit der gleichen Beiläufigkeit, mit der ich das Radio laufen lasse. Man lauscht so mit, konzentriert sich aber auf andere Dinge. Platten hingegen haben eine bestimmte Dramaturgie. Auch wenn einem ein Lied nicht gefällt, hört man das ganze Werk. Zudem muss man sich stärker darauf konzentrieren, da Platten ja zwei Seiten haben und zwischendurch umgedreht werden müssen. Außerdem, das muss ich betonen, ist der Klang viel, viel besser.

Technische Daten

Größe: 45 x 14,3 x 28 cm
Gewicht: 7,8 kg
Airplay/Bluetooth/Wi-Fi: ja
Preis: 898 Euro

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