Bundestagswahl: Wahlen nach Zahlen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 34/2018

Bundestagswahl: Wahlen nach Zahlen

Leibniz-Institut für Länderkunde, Nationalatlas aktuell, T. Leibert, S. Haunstein © Laura Edelbacher für ZEITmagazin

Karte: Das Ergebnis der Bundestagswahl 2017, sortiert nach acht auffallenden Mustern.

Ein Riss geht durch Deutschland? In Wahrheit sind es sogar mehrere Risse, die das Land spalten. Zwei Geografen des Leibniz-Instituts für Länderkunde untersuchten, wo die sechs größten Parteien bei der letzten Bundestagswahl deutlich mehr oder weniger Stimmen bekamen als im Durchschnitt. Die Forscher unterschieden insgesamt acht Typen (siehe Legende rechts neben der Karte). Demnach waren beispielsweise fast nur in Bayern Union und AfD nebeneinander sehr stark (Typ 6, hellblauer Bereich). In den grauen Gebieten hielt offenbar eine starke CDU die AfD klein (Typ 4). Im Osten gelang dies nirgends. An Baden-Württemberg, auf der Karte überwiegend khakifarben, fällt auf, dass dort FDP und Grüne besonders gut abschnitten (Typ 5). Der sonstige alte Westen ähnelt einem Flickenteppich: Die grünen Gebiete (Typ 1) sind meist Akademikerstädte; in den gelb dargestellten Landstrichen (Typ 3) haben Union, SPD und FDP recht gute Ergebnisse. Dort ist also alles noch ein wenig wie in der guten alten Bundesrepublik der Siebzigerjahre, als es nur drei Parteien im Bundestag gab.

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