Getreidemühle Mirko Borsche macht jetzt auch noch sein Müsli selbst

Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 37/2018

Vor einigen Wochen beschrieb ich in dieser Kolumne eine Mühle, mit der ich Mehl hergestellt habe (ZEITmagazin Nr. 26/18). Ein Leser empfahl mir daraufhin eines seiner Produkte – eine elektrische Getreidemühle namens Flocman, mit der man Müsli mahlen kann. Ich dachte mir, das ist aber sehr speziell! Auch der Preis von rund 350 Euro hat es in sich.

Eigentlich mag ich Müsli, ich habe nur selten welches zu Hause. Als Kind der Achtzigerjahre mag ich die Sorten mit Rosinen, die damals populär waren, meine Frau mag dagegen gerade die ohne Rosinen. Als ich die neue Maschine zum Ausprobieren ins Büro stellte, wirkte sie dort erst seltsam deplatziert. Doch kaum war sie da, haben wir uns alle an die Arbeit gemacht und jeden Morgen Müsli hergestellt.

Die Bedienung ist idiotensicher, die Maschine hat nur eine Einstellung: Wie fein oder grob sollen die Flocken sein? Oben schüttet man das Getreide hinein. Man kann von Dinkel über Hirse bis Mohn alles mahlen oder die Mühle auch zweckentfremden und darin Chilischoten, Kaffeebohnen oder Kichererbsen zerkleinern. Das Endprodukt rieselt in die mitgelieferte Schale. Auf die Getreideflocken gibt man noch etwas Obst und ein paar Nüsse, Milch dazu, fertig.

Ähnlich wie nach dem Mahlen von Mehl stellte sich bei uns ein gewisser Stolz darauf ein, Lebensmittel selbst hergestellt zu haben. Es hat schon seinen Charme, Sachen nicht einfach im Supermarkt zu kaufen – und auch noch zu wissen, wie sie entstanden sind. Einige Kollegen haben sich sogar Müsli auf Vorrat gemacht und es am Wochenende in einer Tupperdose mit nach Hause genommen. Beim Geschmack, das muss ich zugeben, fiel mir allerdings kein Unterschied zu den mir bekannten Müslisorten auf.

Technische Daten

Gehäuse: Buche

Quetschmenge: 100 g/min

Leistung: 140 Watt

Preis: 359 Euro

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