Deutschland Hunderassen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 37/2018

Hunderassen

Quelle: Verband für das Deutsche Hundewesen © Laura Edelbacher

Karte: Wann und wo die deutschen Hunderassen erstmals offiziell gezüchtet wurden

Wenn Züchter Hunderassen erschufen, hatten sie offenbar nur selten das Stadtmarketing im Blick. Wenige waren so schlau wie die Väter des Weimaraners oder des Leonbergers, die einfach den Namen des Zuchtortes zum Rassenamen machten. Die Folge: Heute denkt kaum noch wer an München, wenn er an einen Boxer, oder an Karlsruhe, wenn er an einen Schäferhund denkt. Viele Rassen entstanden zwischen 1880 und 1910. Damals wurden Hunde nicht mehr so häufig als Jagd- oder Wachhund genutzt, es wuchs der Bedarf an Haustieren. Auf Hundeschauen wurden neue Rassen vorgeführt wie heute Autos auf Automessen. Neu auf den Markt kam zum Beispiel 1846 der Leonberger, eine Kreuzung aus Neufundländer und Bernhardiner, den ein gewisser Heinrich Essig gezüchtet hatte. Der Rottweiler dagegen war schon im Mittelalter in der württembergischen Stadt Rottweil zu Hause, vor allem die Metzger mochten ihn. Erst 1907 wurde er dann zum ersten Mal systematisch gezüchtet. Sieht man manchen Hunden ihre Herkunft noch an? Dem Riesenschnauzer zumindest scheint das Bajuwarische ins Gesicht geschrieben.

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