Deutschland Käsesorten

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 39/2018

Käsesorten

© Laura Edelbacher

Die Vorlage zu dieser Karte stammt aus Frankreich, dem Land, in dem in vielen Bistros Landkarten hängen, die zeigen, wo welcher französische Käse herkommt. Und da die Franzosen so viele Käsesorten kennen wie die Deutschen Brotsorten, ist deren Karte beneidenswert voll – wohingegen das hiesige Pendant einige Leerstellen aufweist. Viele Käsesorten wurden, anders als in Frankreich, über die Jahrhunderte vergessen. Aber es gibt in Deutschland immer noch mehr Sorten zu kaufen, als dem Supermarktkäsefreund auf die Schnelle einfallen. Manche davon haben eine Stadt oder Region als Heimat, andere ein ganzes Bundesland. Eine Käsehäufung ist im Allgäu zu beobachten, wo man sich im 19. Jahrhundert entschloss, auf die Milchproduktion zu setzen, als es möglich wurde, Käse industriell herzustellen. Manche Käsesorten sind eingewandert, der Allgäuer Emmentaler und Limburger etwa. Sie wurden im Ausland geboren und haben sich in Deutschland längst so gut integriert, dass sie inzwischen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Brandenburger Feta wird irgendwann folgen.

Recherche: Chiara Thies

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