Moskito-Lampe Mirko Borsche kämpft gegen Insekten in seiner Wohnung

© Rowenta
Von Mirko Borsche
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 39/2018

In diesem Sommer hatte ich zu Hause so viele Fruchtfliegen wie lange nicht mehr. Meine Wohnung liegt im Erdgeschoss, und weil es so heiß war, hatten wir oft die Fenster offen. In der Küche schwirrten dann immer diese Viecher herum. Selbst wenn ich alle Obstschalen wegräumte, verschwanden sie nicht, sondern setzten sich auf einen feuchten Lappen, der da zufällig lag. Ich brauchte etwas, um sie zu vertreiben.

Elektronische Mückenfänger helfen gegen alles, was fliegt. Normalerweise befinden sich in ihrem Inneren Drähte, die die Fliegen und Mücken anlocken und an denen sie dann verglühen. Die Moskito-Lampe von Rowenta ist tierfreundlicher: Sie lockt die Insekten mit ihrem blauen Licht an, saugt sie dann aber nur ein. Entleert man das Gerät – am besten im Freien –, schwirrt das meiste wieder heraus.

Die Lampe ist handlich und erinnert an eine schwarze Laterne. Auf dem Foto sieht sie robuster aus, als sie ist. Sie funktioniert auch nicht kabellos, wie man von der Abbildung vielleicht meinen könnte, sondern muss an eine Steckdose angeschlossen werden. Aber sie arbeitet gut. Dabei surrt sie leise, wie ein Ventilator.

Vor meinem Sommerurlaub stellte ich das Gerät in der Küche auf den Boden und vergaß, es auszustöpseln. Als ich wiederkam, rechnete ich damit, einen Haufen tote Tiere darin zu finden. Ich trug es nach draußen, hob den Deckel – und sah, dass eine große Spinne darin ein dichtes Netz gewoben hatte. Alle möglichen Tiere hatten sich darin verfangen, Fruchtfliegen, Mücken, Grashüpfer, sogar ein Schmetterling.

Was für ein intelligentes Tier diese Spinne ist, dachte ich. Sie ist viel schlauer als die Fliegen, die Obst nicht von einem Lappen unterscheiden können.

Technische Daten:

Größe: 20 x 20 x 23,2 cm

Gewicht: 400 g

Licht: 6 UV-LEDs

Preis: 54,99 Euro

Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Fruchtfliegen kann man prima mit einer Obstessig-gefüllten Glasfalle fangen, dann sind die Viecher allerdings hinüber. Die Glasfalle kann aber auch ganz nett aussehen, wenn man sie oft genug leert. So machen wir das gerade. Es hilft! Bin ja auch nicht so dafür, alles weniger erwünschte Leben gleich auszurotten. Ich muss allerdings sagen, dass Fruchtfliegen und andere sich so vermehren, dass man sich um den Bestand wirklich keine Sorgen machen muss - und Obstessigfallen sind sehr selektiv.

Für grössere Viecher gibt es den "Snapy", da muss man aber selbst auf die Jagd gehen. Für kleine Fliegen finde ich die hier präsentierte Idee gut. Was Brandgefahr betrifft - die sollte man wohl immer im Blick haben und das Gerät nicht unbedingt in Abwesenheit laufen lassen. Aber es heizt nicht, sondern hat nur Licht und einen kleinen Ventilator. Toaster und Föns sind, zum Beispiel definitiv viel gefährlicher und sollten immer nur bei Gebrauch am Strom hängen. Und ja, wir kennen auch eine Familie, die durch einen defekten Fön in der Tat ihr Inventar eingebüsst hat!

Es sollen ja schon Grossraumjets wegen popeliger Lithiumakkus abgestürzt sein. Warum es auch hier einen Netzschalter geben muss ?

Sie sagen es ja weiter oben - es geht auch anders. Ich habe eine schmucke kleine Glasinstallation in der ich Drosophila den Schierlingsbecher serviere. Todschick, mehr erfreue ich mich aber an der Effizienz.

Ich bin ein grosser Unterstützer der Natur. Fruchfliegen, da bin ich mir aber sicher, kann man bedenkenlos ausrotten. Wieso sollte ich vor denen mehr Respekt haben als die vor mir und meinem Obst ?