Deutschland Eingewanderte Tiere

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 41/2018

Bundesamt für Naturschutz © Laura Edelbacher

Karte: Nicht heimische Tierarten, welche die EU wieder loswerden will

Wer in der Gegend um Karlsruhe wohnt, hat wahrscheinlich schon von der Asiatischen Hornisse gehört, einem gegenüber Bienen ziemlich aggressiven Viech. Wer das Tier – oder eines der anderen auf der Karte – zu erkennen glaubt, sollte es den örtlichen Behörden melden, damit sie es unschädlich machen. Denn alle hier abgebildeten Arten sind nach Deutschland und in dessen Nachbarländer eingeschleppt oder freigesetzt worden und sollen, geht es nach der EU, möglichst wieder verschwinden, um die heimische Artenvielfalt zu schützen. Mit dem Roten Nasenbär etwa soll es nicht so enden wie mit dem Waschbär, der Deutschland flächendeckend erobert hat. Der Nasenbär entkam wohl aus privater Haltung, wie die Schwarzkopf-Ruderente, der Chinesische Muntjak und der Heilige Ibis. Entsprechend weit gestreut tauchen diese Tiere im Land auf. Die Amurgrundel, ein kleiner Fisch aus Russland, kam in bayerische Gewässer mit einer Handelsmischung junger Fische, die Züchter gekauft hatten. Ein Angler fing ihn und wunderte sich. Es bedarf einigen Anglerglücks, all die Amurgrundeln wieder aus den Flüssen zu holen.

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