Deutschland Bundesligen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 45/2018

Welche Städte sind in welcher Bundesliga vertreten?

© Laura Edelbacher

Wie sehr der Fußball die Wahrnehmung des Sports in Deutschland dominiert, lässt sich daran erkennen, dass Berlin als eine eher mittelerfolgreiche Stadt gilt: Hertha wird ja doch nie Meister, Union steigt nicht auf. Dieses Bild von Berlin ändert sich, wenn man nicht nur den Herrenfußball, sondern auch die höchsten Spielklassen anderer Ballsportarten betrachtet, und zwar die der Frauen und Männer. Dann ist Berlin plötzlich die allererfolgreichste Bundesligastadt. Berlin ist in diesen 16 Ligen zwölfmal vertreten, München dagegen nur fünfmal. Auf Mannheim als zweiterfolgreichste Stadt, gemeinsam mit Hannover, kommt wohl niemand so schnell. In Baden-Württemberg (viel Geld) und NRW (viele Einwohner, viel Tradition) liegen die Gegenden mit der höchsten Bundesligadichte. Erschreckend dagegen, wie wenig der Osten in die Bundesligen integriert ist. Mecklenburg-Vorpommern ist nirgendwo erstklassig. Das ist schade – und sogar schlecht: Städte in der Provinz ziehen aus ihrer Bundesligamitgliedschaft mitunter großes Selbstvertrauen. Berlin hat davon ja genug.

Recherche: Anna Mayr

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