Deutschland Kirchenaustritte

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 49/2018

kirchenaustritte.de, Kirchenamt der EKD, Deutsche Bischofskonferenz und eigene Berchnungen © Laura Edelbacher

Karte: Wie viel Prozent der katholischen und evangelischen Kirchenmitglieder sind pro Jahr ausgetreten – im Durchschnitt der letzten zehn Jahre?

Dem Herrn laufen seine Anhänger davon. Wir zeigen den Anteil der katholischen und evangelischen Christen, die zuletzt pro Jahr aus der Kirche ausgetreten sind. Vor allem der Nordosten, inklusive des bekanntermaßen gottlosen Berlins, kehrt der Kirche den Rücken. Eine Ausnahme im Osten bildet die Evangelische Landeskirche Anhalts. Das Besondere dieser kleinen Landeskirche um Dessau: Hier leben keine Großstädter, die eher zum Austritt neigen. Im Westen ist Westfalen das treue Zentrum beider Konfessionen. Das Bistum Limburg, wo der Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst 2012 durch Prunk, Verschwendung und Vertuschung derselben auffiel, verlor besonders viele Mitglieder. Bemerkenswert ist, dass das kruzifixfreundliche Bayern kein Land der besonders kirchentreuen Christen mehr ist. Das Bistum München-Freising liegt auf Platz drei der katholischen Austrittsstatistik, die evangelische Austrittsquote in Bayern ist höher als in Hessen oder Sachsen. Die Normalisierung Bayerns schreitet voran, nicht nur am Wahlsonntag, sondern auch an jedem anderen Sonntag.

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