Namensherkunft Häufigste Nachnamen

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Aus der Serie: Deutschlandkarte

© Laura Edelbacher

Egal, wie mobil die Deutschen inzwischen sind, Nachnamen verraten oft etwas über die Herkunft der Namensträger. Das ist in kleinen Dörfern, in die kaum wer zieht, häufiger der Fall als in einer Großstadt wie Frankfurt am Main, wo die Bewohner rasch wechseln. Wir haben für diese Karte die fünf Nachnamen gesucht, die am ehesten "typisch" sind für Frankfurt, die hier also signifikant öfter vorkommen als anderswo in Deutschland. Es sind die Roths, Schneiders, Pfeiffers, Sauers und Hahns.

Im Süden Deutschlands wurden Menschen früher oft nach Berufen (Schneider, Pfeiffer) und Eigenschaften (rothaarig, sauertöpfisch) benannt. Die Schneiders haben fast in jedem Bezirk die absolute Mehrheit unter diesen Namen. Nur im äußersten Südosten Frankfurts schrumpfen sie auf rund ein Viertel. Die vier selteneren Namen sind fast zufällig gestreut über die Stadt. Dennoch lassen sich einzelne Namensnester erkennen. Wir vermuten etwa, dass es sich bei den Roths im Nordwesten oder den Sauers im Süden um verwandte Familien handelt, die nahe beieinander wohnen.

Recherche: Chiara Thiess

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