Deutschland Professorinnen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 51/2018

Frauenanteil unter allen Professoren an den 50 größten staatlichen Universitäten

Quelle: WBS Gruppe und Pressestellen der Hochschulen, 2017 und 2018

Die gute Nachricht vorweg: Die Hochschulen bemühen sich seit einigen Jahren um mehr Gleichstellung, sie beschäftigen Frauenbeauftragte und nehmen an Frauenförderprogrammen teil. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Denn zwar ist die Hälfte aller Hochschulabsolventen weiblich, aber nur knapp jede vierte Professur ist von einer Frau besetzt. Unsere Karte zeigt: Die frauenfreundlichste unter den größten Unis ist die FU Berlin – 37,8 Prozent der Professoren dort sind weiblich. Die TH Mittelhessen bildet mit einem Anteil von zehn Prozent das Schlusslicht. Sowieso lehren an vielen technisch ausgerichteten Unis unterdurchschnittlich viele Professorinnen – wie auch an bayerischen und sächsischen. Die geringe Professorinnen-Quote sehen Studien in der schlechten Vereinbarkeit von Familie und Beruf begründet. Außerdem würden Professoren, wenn es um die Rekrutierung des wissenschaftlichen Nachwuchses geht, Frauen seltener berücksichtigen als Männer. Männer fördern eher Männer. Im konservativen Bayern und Sachsen ist das offenbar besonders oft der Fall.

Quelle: WBS Gruppe und Pressestellen der Hochschulen, 2017 und 2018

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