Deutschland Einbürgerungen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 3/2019

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2018 © Illustration Laura Edelbacher

Karte: Jeder Kreis zeigt die fünf häufigsten Herkunftsländer von eingebürgerten Ausländern im Jahr 2017 und deren prozentualen Anteil; darunter die absolute Zahl der Eingebürgerten

255 Euro kostet es, Deutscher zu werden. So hoch ist die amtliche Gebühr für eine Einbürgerung. Wer Deutscher werden möchte, muss außerdem in der Regel seit mindestens acht Jahren hier leben, Deutsch sprechen und für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen. 112.000 Menschen aus mehr als 150 Ländern haben 2017 eine Einbürgerungsurkunde erhalten. Am häufigsten Türken, gefolgt von Briten und Polen. Blickt man auf die einzelnen Bundesländer, sieht es mancherorts allerdings ganz anders aus: Im Saarland sind die Italiener vorn, in Brandenburg die Polen und in Hamburg die Afghanen. Das liegt daran, dass in diesen Bundesländern relativ viele Angehörige dieser Nationalitäten leben. Die Briten dagegen, in vielen Bundesländern an zweiter oder dritter Stelle, trieb der Brexit in die Statistik: Ihre Zahl stieg nach dem Referendum stark an. Sie dürfen neben dem neuen deutschen Pass ihren alten britischen Pass behalten, wie alle eingebürgerten EU-Bürger. Wenn der Brexit kommt, können sie, anders als ihre Landsleute auf der Insel, wenigstens weiterhin problemlos in der EU leben und arbeiten.

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