The C64 Mini Mirko Borsche fühlt sich an einem Spiele-Computer in seine Jugend zurückversetzt

© Retro Games Ltd
Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 4/2019

Als ich 13 Jahre alt war, bekam ich einen Commodore 64, benannt nach seinem Arbeitsspeicher von 64 Kilobyte. Was man heute mit 64 Kilobyte machen kann, weiß ich gar nicht, aber damals war das Gerät der Wahnsinn – das Beste, was die Technik für einen Heimcomputer zu bieten hatte. Man musste ein paar Basics programmieren können und sich Floppy Disks kaufen, dann konnte man Computerspiele zocken. Mein bester Freund und ich waren süchtig nach dem Commodore 64. Jetzt habe ich eine kleinere, nachgebaute Version ausprobiert, sie heißt The C64 Mini und ist eine Konsole. Entstanden ist sie durch eine Crowdfunding-Kampagne von Computerliebhabern. Ich bin auch so ein Nostalgiker. Als ich im Büro anfing, damit zu spielen, riefen meine jüngeren Kollegen: "Krass, dass du so was mal geil fandest!"

Mir hat es gerade deswegen Spaß gemacht, weil The C64 Mini so lowtech wirkt. Das beigefarbene, kastenförmige Gehäuse mit seinem dunkelbraunen Tastatur-Imitat sieht aus wie die des Originals und ist schön klobig. Schließt man das Gerät an einen Fernseher an, sieht man eine total pixelige Auflösung. Der Ton kommt von einem 8-Bit-Soundchip und klingt wie ein altes Nokia-Handy. Gewinnt man zum Beispiel in dem Spiel Winter Games, ertönt die eigene Nationalhymne in Trash-Sound. Großartig.

Gleichzeitig sind einige moderne Features eingebaut. Die Spiele sind vorinstalliert, können aber durch Downloads aus dem Internet ergänzt werden. An der Seite befinden sich zwei USB-Ports, an der Rückseite ein HDMI-Ausgang sowie ein Micro-USB-Eingang, um den Computer ans Stromnetz anzuschließen.

Als ich damit gespielt habe, fühlte ich mich, als wäre ich 13 Jahre alt und als säße ich nicht im Büro, sondern im Jugendzimmer meines besten Freundes.

Technische Daten:

Größe: 25 x 5 x 20 cm

Gewicht: 372 g

Vorinstallierte Spiele: 64

Preis: 82,90 Euro

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