Deutschland Alte Fabriken

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 6/2019

Alte Fabriken

© Laura Edelbacher

Karte: Wo Fabriken das genannte Produkt am längsten herstellen – und das Jahr der Firmengründung. 

Es gab eine Zeit in Deutschland, da wusste man, wo was herkam: Nähmaschinen meistens aus Kaiserslautern, Schuhe aus Pirmasens. Heute gilt es als betriebswirtschaftliche Heldentat, Alltagsgegenstände, wenn sie nicht gerade Hightech sind, in Deutschland zu produzieren. Einige der alten Fabriken haben dennoch alle Auf- und Abschwünge überdauert. Wir zeigen in einer Auswahl von Sparten den jeweils ältesten Überlebenden – Fabriken, in denen immer weiterproduziert wurde, während ringsum die Standorte schlossen. Manche Marken sind weltbekannt, Mercedes, Miele, Meissener Porzellan; es war wohl auch der Ruhm, der sie durch die Jahrzehnte brachte. Andere produzieren in einer Nische: Strandkörbe sind kein so massentaugliches Gut, dass Fabriken in Taiwan sie bauen möchten. Die Gegend um Nürnberg fällt auf, die Franken gelten ja als sturköpfig. Und Sachsen: für Jahrzehnte vom weltweiten Kapitalismus verschont, danach die Treuhand überstanden und heute vielleicht jenen kleinen Boom des hierzulande Hergestellten genießend, von dem neuerdings die Rede ist.

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