Deutschland Die größten Städte

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Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 7/2019

Die größten Städte

Quelle: Statistisches Bundesamt und Leibniz-Institut für Länderkunde © Laura Edelbacher

Wer die drittgrößte Stadt Deutschlands besuchen möchte, fährt entweder nach München oder nach Gardelegen. München rangiert zwar, gemessen an der Zahl seiner Einwohner, auf Platz drei der größten Städte – aber nicht, wenn man seine Fläche betrachtet. Demnach ist Gardelegen in Sachsen-Anhalt mit 633 Quadratkilometern mehr als doppelt so groß wie die bayerische Hauptstadt. Nur Berlin (891) und Hamburg (755) dehnen sich weiter aus. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen hat man bereits in den Siebzigerjahren die Gemeindegebiete reformiert und Ortschaften verschmolzen, in Sachsen-Anhalt und Brandenburg erst Jahrzehnte später. Viele Städte auf unserer Karte sind nur deshalb so groß, weil sie aus einer Kernstadt und mehreren verstreuten Siedlungen bestehen. Auch die viert- und fünftgrößten Städte, Möckern und Zerbst, sind solche fusionierten Orte. So kommt es, dass das ländlich geprägte Sachsen-Anhalt heute zu Dreivierteln aus Städten besteht, ebenso wie Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es allerdings schon seit der Industrialisierung viele Städte, die den Namen wirklich verdienen.

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