Entsafter: Mirko Borsche macht einen Saft mit vielen Vitaminen

© Bosch
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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 9/2019

Wussten Sie, dass es nicht nur Slow Food gibt, sondern auch Slow Juice? Mir war das bis vor Kurzem noch unbekannt. Dann habe ich gelesen, dass der Saft mit dieser Technik schonend gepresst wird, dass alle wichtigen Enzyme und Vitamine enthalten bleiben. In Deutschland spricht man auch von "kaltgepressten" Säften. Der etwas kryptisch MESM731M benannte Entsafter von Bosch gehört zu den besonders ausgefeilten "slow juicern". Durch den Einsatz von verschiedenen Filtern kann man damit Säfte, Smoothies und Sorbets pressen; mit einem Kontrollregler lässt sich einstellen, wie breiig die Konsistenz und wie viel Fruchtfleisch im Saft enthalten sein soll. Als das Gerät bei uns im Büro ankam, wollten wir es sofort ausprobieren.

Am Anfang haben wir wie in der Anleitung beschrieben ein paar Äpfel geschält, zerschnitten und in den schwarzen Trichter geworfen. Die Obststücke wurden von dem rotierenden Filter im Gefäß ausgepresst; aus einem der beiden Ausgänge floss der fertige Saft, aus dem anderen quollen die Früchtereste heraus. Irgendwann habe ich aus Faulheit einen Apfel mit Schale hineingeworfen, auch das hat gut funktioniert.

Aus Spaß haben wir dann noch eine ungeschälte Kiwi, eine ungeschälte Orange und ein handtellergroßes Stück Ingwer dazugetan. Eine Kollegin, die wir als Test-Trinkerin ausgelost hatten, musste sich nach zwei Schlucken fast übergeben. Dann meldete sich unser britischer Kollege Jacob: Wäre doch schade um das schöne Obst, er trinke es freiwillig! Danach hatte er zehn Orangen, drei Kiwis, drei Äpfel, zwei Bananen und ein großes Stück Ingwer intus. Eine halbe Stunde später habe ich ihn gefragt, wie er sich fühle. "Ich habe Kopfschmerzen", antwortete er. Zu viele Vitamine.

Technische Daten

Größe: 33 x 23 x 37 cm
Fassungsvermögen: 1,3 l
Leistung: 150 Watt
Preis: 139,99 Euro

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