Deutschland Trinkbrunnen

Aus der Serie: Deutschlandkarte ZEITmagazin Nr. 10/2019

Quelle: Pressestellen und Wasserwerke der Städte, Stand Ende 2018 © Laura Edelbacher

Dass Leute mit Wasser in Plastikflaschen durch die Gegend laufen, liegt wohl auch daran, dass es vielerorts an Trinkwasserspendern mangelt. Eine Umfrage in den 80 Großstädten mit mindestens 100.000 Einwohnern ergab: In 45 von ihnen kann man mit etwas Glück einen öffentlichen Trinkbrunnen finden, wenigstens einen gibt es in diesen Städten. 27 haben allerdings gar keinen. Acht Städte machten keine Angaben. Anführer der Statistik ist Erlangen mit 236 Wasserspendern, gefolgt von Stuttgart (95) und Berlin (55). In Berlin, München und Potsdam sind aktuell noch mehr geplant. Mal sind sie in Form einer Rosenblüte gestaltet, wie in Dortmund, in Frankfurt stehen schlichte Edelstahlsäulen. Verantwortlich für die Spender sind meistens die Wasserwerke, die sich auch um Wartung und Reinigung kümmern. Besonders Städte ohne Trinkbrunnen verweisen auf die Initiative Refill Deutschland, an der sich Cafés, Bars und Geschäfte beteiligen und die Passanten das kostenlose Auffüllen ihrer Wasserflasche anbieten. Der Nachteil: Außerhalb der Öffnungszeiten bleibt man durstig.

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