© Silvio Knezevic

Brownies mit Sesampaste Schokolade, zum Schmelzen schön

Ein Rezept von
Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 12/2019

Brownies sind zuckersüß und weich und leisten in keiner Weise Widerstand, wenn man sie verschlingt. Aber gibt man ein bisschen Sesampaste dazu, genauer: Tahini, lassen sie ihre Gefälligkeit hinter sich und bekommen den Hauch einer bitteren Note. Ein Sesam-Brownie ist immer noch das Sonnenscheinchen unter den Desserts, aber ein Sonnenscheinchen, das vielleicht auch schon den einen oder anderen Rückschlag im Leben erlitten hat. Ich habe das Rezept in einem hier bereits zitierten Kochbuch mit dem Titel Palestine on a Plate gefunden. Es ist ein wunderbares Rezept, ein Meisterstück der Autorin Joudie Kalla. Folgt man allerdings ihren Mengenangaben, kann man sich eine Woche lang von Brownies ernähren. Ich habe die Mengen also um die Hälfte reduziert.

Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Eine Backform mit Backpapier oder Alufolie auslegen. Schokolade und Butter in einem kleinen Topf im Ofen langsam zergehen lassen oder auf sehr niedriger Flamme auf dem Herd. Wenn beides geschmolzen ist, gibt man die Masse zusammen mit Zucker in eine Schüssel und vermengt alles gut. Dann das Mehl hinzufügen. Schließlich Eier in den Teig schlagen, gut verrühren. Teigmasse in die Backform gießen, mit einem Löffel die Oberfläche glatt streichen. Man kann die Backform jetzt ein paarmal sanft auf eine Arbeitsfläche schlagen, sodass mögliche Luftblasen im Teig sich auflösen. Tahini gleichmäßig auf die Teigoberfläche klecksen und mit einer Messerspitze oder einem Zahnstocher so in den Teig einarbeiten, dass eine Marmorierung entsteht. 40 Minuten lang backen. Währenddessen immer wieder nachschauen, ob die Brownies doch schon früher aus dem Ofen müssen – sie dürfen nicht zu trocken werden und sollen sich bis zum Schluss etwas, Entschuldigung, leicht Wabbeliges bewahren.

Brownies mit Sesampaste

Zutaten für eine Backform von 20 x 25 cm: 250 g dunkle Schokolade, 250 g gesalzene Butter, 250 g Zucker, 80 g Mehl, 6 Eier, 5 EL Sesampaste

Kommentare

3 Kommentare Kommentieren

Interessant! Völlig unabhängig von diesem Rezept habe ich vor einigen Tagen ein anderes, das in seiner Grundform vorwiegend für das Backen mit Kindern gedacht ist, in eine etwas "erwachsenere" Form gebracht. Es handelt sich dabei um PfannENkuchen (nicht: Pfannkuchen), der in seinem Grundrezept aus drei Tassen Mehl, einer Tasse Zucker, zwei Eiern, einer halben Tasse Milch, zwei TL Backpulver und zwei Handvoll Rosinen/Sultaninen besteht. Die Masse wird mit einem Kochlöffel gerührt (Küchenmaschine oder Knethaken sind nicht erforderlich) und dann esslöffelweise in eine erhitzte Pfanne mit Fett/Öl gegeben, wodurch etwa handtellgroße Küchlein entstehen, die mit Puderzucker bestreut werden. Großer "Spaß für die ganze Familie", man kann vom ungebackenen Teig naschen, die ersten Küchlein schon essen, während die weiteren noch "backen"... (wie gesagt: in der Pfanne).

Wie Frau Raether in ihrer Vorlage habe auch ich die Mengen aus meiner (irgendein Kochforum im Internet) zunächst halbiert. Neu hinzugefügt habe ich zwei TL Öl (in die Teigmasse), einen halben TL Salz, etwas gemahlenen Zimt und eine Fingerkuppe geriebenen frischen Ingwer (man kann sicherlich auch gemahlenen Ingwer nehmen oder ein größeres Stück frischen, wodurch aus einem "Hauch Ingwer" regelrechte "Ingwerküchlein" würden).

Den Teig gebe ich dann mit einem Moccalöffel (also etwas kleiner als übliche Teelöffel) in die Pfanne, wodurch so etwas wie "Kuchenbonbons" entstehen.

(Fortsetzung folgt)