© Elizabeth Weinberg

Melissa Broder "Ich jagte allem nach, was vergnüglich war"

Die amerikanische Lyrikerin Melissa Broder twittert über ihre Depression – das helfe ihr, sagt sie. Vielen jungen Frauen gilt sie als Vorbild. Ein Besuch in Los Angeles Interview:
ZEITmagazin Nr. 12/2019

Vor sieben Jahren begann die amerikanische Lyrikerin und Schriftstellerin Melissa Broder, auf Twitter anonym über ihre Ängste und ihre Depression zu schreiben. Inzwischen hat sie 800.000 Follower, mit denen sie Tweets teilt wie "Die Droge meiner Wahl ist mein geringes Selbstwertgefühl". Die amerikanische Zeitschrift GQ nennt Melissa Broder "die wahrscheinlich mächtigste Dealerin von Emotionen im Internet". Wer ist die Frau hinter dem Account @sosadtoday? Was reizt sie daran, die halbe Welt an ihren Abgründen teilhaben zu lassen? Und was hält sie davon, dass andere Frauen sie nachahmen und nun ebenfalls auf Instagram ihre Traurigkeit ausstellen?