© Silvio Knezevic

Pistazienpesto Pesto im Frühlingsgewand

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Aus der Serie: Wochenmarkt ZEITmagazin Nr. 13/2019

Woche für Woche schreibe ich hier ein Rezept. Und das ist ein ganz toller Job, wirklich. Es macht mir auch nichts aus, dass die Leute inzwischen nur noch mit riesigen Erwartungen meinen Essenseinladungen folgen und dass einige von ihnen hinterher enttäuscht sind. Denn mein Motto für die Küche ist: never explain, niemals rechtfertigen. Es stört mich auch nicht, abends um 22 Uhr noch einen Kuchen zu backen, denn, was viele nicht wissen: Roher Kuchenteig ist ein wunderbares Abendessen. Aber eins macht mich fertig, und das ist der Monat März. Was soll man in diesen letzten Winterwochen kochen? Die Lagerware schmeckt inzwischen vor allem nach Lager. Die frischen Sachen sind noch nicht aus der Erde gekommen, der Spargelwahn hat noch nicht begonnen. Eintöpfe, Currys, Schmorbraten und alle anderen bauchwärmenden Gerichte hat man schon über.

Aber ich habe eine Idee: dieses Pesto. Es sieht so zartgrün aus wie der Frühling, nur liegt das nicht an der Frische der Zutaten, die kommen fast alle aus dem Vorratsschrank, sondern an den Pistazien. Man nimmt nämlich statt Pinienkernen die noch teureren Nüsse. Über den Preis von Pistazien habe ich neulich schon an dieser Stelle lamentiert. Aber so unbezahlbar sind sie nun auch wieder nicht.

Man sollte für dieses Rezept Pistazien verwenden, die nicht gesalzen sind, am besten geeignet sind schon geschälte (die in manchen Supermärkten bei den Backwaren zu finden sind). In einer beschichteten Pfanne die Pistazien kurz anrösten, wieder aus der Pfanne nehmen und einen Augenblick lang abkühlen lassen. Parmesan reiben, mit den Pistazien und den restlichen Zutaten in den Mixer geben und alles zu einer glatten Paste verquirlen.

Pistazienpesto

Zutaten für 2 bis 3 Personen: 200 g geschälte, ungesalzene Pistazien, 30 g Parmesan, Saft von ½ Zitrone, ½ Knoblauchzehe, 100 ml Olivenöl, 100 ml Wasser, 5 Basilikumblätter, 1 Prise Salz, 1 Prise schwarzer Pfeffer

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