Hoverboard: Mirko Borsche fühlt sich doch nicht so albern, wie er gedacht hätte

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Aus der Serie: Unter Strom ZEITmagazin Nr. 14/2019

Eigentlich fand ich ja Hoverboards immer blöd. Niemals würde ich so ein Ding fahren. Genauso wenig, wie ich mich auf einen Segway stellen oder Hacky-Sack spielen würde. Es sieht ab einem gewissen Alter einfach wirklich albern aus. Mein elfjähriger Sohn allerdings wollte unbedingt ein Hoverboard haben. Wochenlang lag er mir damit in den Ohren. Also schmiedete ich einen Plan: Er sollte das Hoverboard Cross 2.0 von IO Hawk für mich testen, dann würde er selber merken, dass es nicht cool ist, und stattdessen wieder zu Fuß gehen. Denn, so dachte ich, eigentlich war er doch nur zu faul zum Laufen.

Als ich das Hoverboard auspackte, sagte ich mir: Komm, einmal probierst du es. Ganz vor dem Test drücken wollte ich mich ja auch nicht. Das Board hat Vollgummireifen mit Profil für besseren Grip. Es soll leicht zu fahren sein, auch auf unwegsamerem Gelände, und es ist ein gutes Kilo leichter als seine Vorgänger. Dazu hat es ein paar Extras: Bluetooth-Boxen, sodass man über das Smartphone seine eigene Musik hören kann, und LED-Lichter, die rot, blau und grün blinken, wenn man fährt. Zuerst war es etwas ungewohnt, auf dem Board zu stehen, aber schon nach wenigen Minuten, ja schon wenigen Sekunden, stellte ich leider fest: Es macht Spaß! Und weil ich es an der Isar testete und weil ich nicht der Einzige war, der mit einem Board unterwegs war, und weil ich mir ziemlich cool vorkam, fand ich es auch nicht weiter schlimm, dazu die passende Musik zu hören: 2Pac.

Mein Sohn ist übrigens bis heute nicht mit dem Board gefahren. Ich habe ihm, ganz ehrlich, davon gar nichts erzählt. Kann ich auch nicht. Denn dann müsste ich ja auch zugeben, dass es gar nicht so blöd ist, wie ich dachte.

Technische Daten:

Größe: 620 x 240 x 221 mm

Gewicht: 13,7 kg

Höchstgeschwindigkeit: 15 km/h

Preis: 289 Euro

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